Mundelsheim - Die Polizei kniet sich  weiter in den Fall, in dem ein 43-Jähriger  am Nachmittag des 25. Juni im Mundelsheimer Freibad er eine 23-Jährige gegen deren Willen im Bikini fotografierte. Die Ermittlungen des Postens in Großbottwar haben mittlerweile ergeben, dass der Mann am selben Tag wohl  noch weitere Badegäste unerlaubt mit seinem Handy fotografiert hat. „Davon gehen wir derzeit aus“, erklärt  Peter Widenhorn, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Ludwigsburg.  Unter den Opfern  befand sich  vermutlich auch eine 18-Jährige. Die Jugendliche war  von der 23-Jährigen noch vor Ort  auf die Aktivitäten des unerwünschten Fotografen angesprochen und nach ihrem Alter gefragt worden. Der Teenager    und  mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich  unter Telefonnummer  0 71 48 / 1 62 50 bei der Polizei  zu melden.
Formal wird dem Verdächtigen zur Last gelegt, gegen das Recht der Frauen am eigenen  Bild verstoßen und unzulässig Daten von ihnen erhoben zu haben, erklärt Peter Widenhorn.  Einzelaufnahmen  seien  im Gegensatz zu Übersichtsfotos nicht gestattet.  Außerdem soll  der 43-Jährige die Bikini-Bilder  aus dem Mundelsheimer Freibad auch in sozialen Netzwerken verbreitet haben. „Das wäre ein Verstoß gegen die informationelle Selbstbestimmung“, erläutert der Pressesprecher.
 Wie der 43-Jährige zu den Vorwürfen steht, ist derzeit unklar. „Er macht keine Angaben zur Sache und  lässt sich anwaltlich vertreten“,  sagt Peter Widenhorn. Fest steht jedoch, dass der Verdächtige  polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten ist.