Mundelsheim/Handball Gebeutelter TVM steht vor hoher Hürde

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Philipp Tschürtz (links) fehlt am Sonntag seiner Mannschaft. Foto: Archiv (avanti)

Mundelsheim - Eine Woche nach der bitteren Pleite beim abstiegsbedrohten TV Bittenfeld III erhofft man sich beim Handball-Landesligisten TV Mundelsheim am Sonntag ab 17 Uhr im Heimspiel gegen die SG Schorndorf eine Leistungssteigerung. Man könnte auch sagen: eine Reaktion. Denn gerade was den Willen und die Einstellung der Spieler zur Partie anbelangt hatte, war Trainer Dominic Schaudt zuletzt alles andere als zufrieden. Entsprechend gab es von ihm am Dienstag im Training auch „eine Ansage“, wie er berichtet. Eine, die offenbar Wirkung zeigte. „Ich hatte zumindest den Eindruck, dass es sich dann gebessert hat“, so Schaudt.

Die richtige Einstellung zum Spiel dürfte auch das Mindeste sein, um am Sonntag überhaupt eine Chance auf Zählbares zu haben. „Schorndorf ist natürlich klar favorisiert“, macht Dominic Schaudt deutlich. Nicht nur der Blick auf die Tabelle, in der Schorndorf auf Rang zwei, Mundelsheim auf sieben steht, macht das deutlich. Auch das Hinspiel war eine klare Angelegenheit. Zwar hatte der TVM dabei 20 Minuten mitgehalten – dann zog die SG aber innerhalb einer Viertelstunde von 7:6 auf 21:11 davon und hatte am Ende mit dem 40:23 fast die doppelte Anzahl an Toren erzielt.

Die deutliche Niederlage war aus Mundelsheimer Sicht auch auf die damals angespannte Personalsituation zurückzuführen. Dabei erlebt der TVM nun aber ein Déjà-vu: Denn wie im Hinspiel werden am Sonntag die beiden Rückraumspieler Philipp Tschürtz und Johannes Wolf fehlen. Tschürtz ist beruflich, Wolf privat verhindert. Immerhin kehren Hannes Stahl und Lucas Hochwimmer, die gegen Bittenfeld gefehlt hatten, in den Kader zurück.

Wie also könnte eine Überraschung gegen den Zweiten, der durch den Elf-Punkte-Rückstand auf die SG Weinstadt keine Aufstiegsambitionen mehr hat, gelingen? „Wichtig wird sein, dass wir in der Abwehr endlich richtig stehen. Das ist unser Grundproblem“, macht Schaudt deutlich, der vor dem starken Rückraum der Gäste warnt. „Mit dem haben wir immer unsere Probleme.“ Mit einem schnellen Spiel nach vorne sollen dann einfache Tore gelingen. „Das erhofft sich zwar jeder Trainer und das ist nichts Neues, für uns gilt das aber eben auch“, so der Coach augenzwinkernd.

An seiner Entscheidung, den TV Mundelsheim nach seiner Rückkehr im vergangenen Sommer nur für die laufende Saison zu trainieren, hält Dominic Schaudt derweil fest. Es bleibt also dabei, dass sich der Verein bis zur neuen Saison nach einem Nachfolger umschauen muss.

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