Mundelsheim - Wie erwartet – oder aus Mundelsheimer Sicht befürchtet – wurde bei der Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) am Montag in Besigheim die Aufstellung des Flächennutzungsplanes 2020 bis 2035 beschlossen. „Wir haben immerhin erreicht, dass über die Mergeläcker getrennt abgestimmt wurde“, so der Mundelsheimer Bürgermeister Boris Seitz. Die elf Hektar große Fläche auf Mundelsheimer Gemarkung soll zur Erweiterung des Gewerbegebietes Ottmarsheimer Höhe herhalten, was Mundelsheim zu den gegebenen Bedingungen aber nicht will (wir berichteten). Mundelsheim möchte mehr Stimmrecht und höhere Anteile an der Gewerbesteuer haben. Darüber wurde aber im Zweckverband noch nicht beraten. „Wir haben unsere Forderungen mittlerweile schriftlich an den Zweckverbandsvorsitzenden Steffen Bühler gerichtet.“ Der Besigheimer Bürgermeister war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, hatte in einem früheren Gespräch mit dieser Zeitung aber deutlich gemacht, dass es nur um die Prüfung über den Flächennutzungsplan gehe, ob auf der Erweiterungsfläche überhaupt eine Nutzung für Gewerbe möglich wäre. Gegen den Widerstand aus Mundelsheim könne die Fläche nicht entwickelt werden, da man nicht über fremdes Eigentum verfügen könne und wolle. Der Mundelsheimer Bürgermeister Boris Seitz ist mit der zweiten Überstimmung nach der Zweckverbandssitzung nun im Gemeindeverwaltungsverband nicht glücklich. „Wir finden das nicht in Ordnung.“ Man wolle „ein Zeichen setzen, dass das so nicht geht“. Seitz hatte auch schon deutlich gemacht, seine Fühler in Richtung eines interkommunalen Gewerbegebietes mit Großbottwar ausstrecken zu wollen, was im Rathaus der Storchenstadt durchaus willkommen ist. Daher sei man nicht auf den Zweckverband Ottmarsheimer Höhe zur Erweiterung der Gewerbefläche angewiesen, vor allem wenn es hier nicht zu einer für Mundelsheim willkommenen Einigung kommen würde.