Mineralwasser im Test Sieger kommt von Aldi Süd – Südwest-Wasser mit Uran belastet

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Welches Mineralwasser ist wirklich gut? Stiftung Warentest hat 31 Medium-Wässer untersucht. Foto: picture alliance / dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Die Stiftung Warentest hat 31 Medium-Wässer unter die Lupe genommen. Der Testsieger kommt vom Discounter Aldi Süd, ein Produkt aus Baden-Württemberg landet auf dem letzten Platz – es weist erhöhte Uranwerte auf.

Stuttgart - Die Tester von Stiftung Warentest schauen bei 31 Medium-Wässer genau hin – denn es ist die beliebteste Erfrischung für die Deutschen. Bei fast 140 Litern pro Kopf liegt der jähr­liche Konsum für das Wasser mit dem mittleren Kohlensäuregehalt.

Was wurde also untersucht? Die Tester prüften unter anderem auf Schad­stoffe, Verunreinigungen, mikrobiologische Qualität und die Verpackung. Mit 40 Prozent spielte der Geschmack die wichtigste Rolle, sogar der Geruch zählte mit in die Wertung.

Die Tester nahmen laut Stiftung Warentest 14 Eigenmarken aus dem Handel, 14 regional bedeutende Markenwässer sowie drei „Bio“-Mineralwässer unter die Lupe. Wie ist das Ergebnis? Die positive Nachricht zuerst: Alle Wässer sind mikrobiologisch einwand­frei. Und auch die Noten können sich für die 31 getesteten Produkte sehen lassen. 25 Mineralwässer schneiden mit der Note „Gut“ ab, zwei Mal gab es die Note „Sehr gut“ – das ist eine Premiere im Test.

Erhöhter Uranwert in Naturpark Quelle festgestellt

Der Sieger kommt vom Discounter Aldi Süd: Es handelt sich um das Medium-Wasser Aqua Culinaris, das aus der Kurfels Mineralbrunnen stammt – der Preis liegt bei 13 Cent je Liter. Das zweite ausgezeichnete Wasser ist das Markenwasser Basinus und kostet 27 Cent auf den Liter gerechnet. Für Baden-Württemberger ist der vierte Platz interessant: Die Wittmannsthaler Quelle aus Bad Dürrheim wird mit der Note 1,6 ausgezeichnet. Der Preis liegt bei 46 Cent pro Liter.

Nun die schlechtere Nachricht: Vier Produkte weisen ober­irdische Verunreinigungen auf, wie die Tester festgestellt haben. Das können zum Beispiel Spuren von Pflanzenschutzmitteln sein. Stiftung Warentest kritisiert, dass diese Produkte mit dem Aufdruck „natürliches Mineralwasser“ versehen wurden – obwohl sie es faktisch nicht sind. Gesundheitlich bedenklich seien die Verunreinigungen allerdings nicht.

In einem Wasser ist als kritischer Stoff ein erhöhter Uranwert festgestellt worden. Es handelt sich um das Wasser Naturpark Quelle aus Mainhardt im Norden Baden-Württembergs, das von den Testern geschmacklich immerhin mit der Note 2 bewertet wurde. Dennoch landet Naturpark Quelle im Ranking auf dem letzten Platz. Denn laut Stiftung Warentest wurden 13 Mikrogramm Uran pro Liter in dem Wasser festgestellt. Dazu der Hinweis der Tester: Ein Erwachsener mit 60 Kilogramm schöpft mit dem Verzehr von zwei Litern des Wassers die täglich tolerierbare Menge an Uran zu 72 Prozent aus. Uran könne die Nieren schädigen, wird im Bricht angemerkt.