Marbach Sportler stoppen Wohnmobile

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Wohnmobile brauchen auch passende Stellplätze. Foto: Archiv( dpa

Autos werden beim Mayer-Platz wohl oft widerrechtlich geparkt.

Marbach - Es ist vom Ambiente her vielleicht keine Eins-a-Lage, aber immerhin: Wer mit dem Wohnmobil nach Marbach reist, hat die Möglichkeit, sein Fahrzeug in der Nähe des Hermann-Mayer-Sportplatzes abzustellen. Dort sind drei Plätze explizit für Besucher reserviert, die mit einem rollenden Zuhause eintreffen. Wie Jochen Biesinger von der CDU in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik monierte, sind diese Flächen allerdings nicht immer frei – sondern von Sportlern und ihren Autos blockiert. „Ich denke, wir sollten die Sportler sensibilisieren, dass sie dort parken, wo sie parken sollen, damit wir unsere Gäste gut empfangen können“, forderte Biesinger.

Am schlimmsten sei die Situation wohl dienstagabends. Der CDU-Mann machte zudem darauf aufmerksam, dass die Lage nicht unbedingt mit einer generellen Stellplatznot in diesem Bereich zusammenhängt. Denn reguläre Parkplätze seien durchaus noch frei, auch wenn die Wohnmobilflächen blockiert werden – nur seien die eben „weiter vorne anzutreffen“, also vielleicht nicht so geschickt für die autofahrenden Sportler gelegen.

Der Ordnungsamtsleiter Andreas Seiberling hat das Dilemma bereits im Blick. „Wir haben auch schon versucht, bei den Sportlern zu intervenieren“, erklärte er. Man habe angemahnt, das Parken auf den Wohnmobilplätzen zu unterlassen. Allerdings scheint der Erfolg dieses pädagogischen Ansatzes überschaubar, sodass der Chef des Ordnungsamts jetzt schärfere Geschütze auffahren möchte. „Wir werden es künftig auf andere Art und Weise versuchen, sie zu sensibilisieren“, sagte er mit einem Schuss Sarkasmus und deutete damit an, dass demnächst Knöllchen verteilt werden. „Das ist aber nicht das einzige Problem da oben“, betonte Andreas Seiberling. Inzwischen würden auch auf dem Bolzplatz Fahrzeuge geparkt. Dabei sei das nur in Ausnahmefällen und bei ausdrücklicher Freigabe des Geländes gestattet, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung.