Marbach-Rielingshausen Leichte Skepsis ist längst der Anerkennung gewichen

Von Cornelia Ohst
Herbert Pötzsch (von links) hat der stellvertretenden Vorsitzenden Ute Knödel und der Vorsitzenden Brigitte Wolf ebenso gratuliert wie Ortsvorsteher Eberhard Ruoff. Foto: avanti

Der Frauenclub Rielingshausen besteht seit 25 Jahren. Darauf ist bei einem Festabend angestoßen worden.

Marbach-Rielingshausen - Wir sind international, sozial, verbindend und helfend.“ Diese Worte prangen groß auf einem Banner an der Wand der Gemeindehalle. Mit den vier Attributen wäre in äußerst reduzierter Form auch gesagt, was die umfassenden Aktivitäten des Frauenclubs Rielingshausen betreffen. Da dieser jetzt aber mit dem 25. Geburtstag einen besonderen feiert, braucht es schon ein paar mehr Worte und Redner, um die Bedeutung des außergewöhnlichen Engagements der Frauen ins Auge zu fassen. Hierbei steht die erste Vorsitzende, Brigitte Wolf, als Dreh- und Angelpunkt im Zentrum. Sie hat die Fäden des Frauenclubs genauso lange in der Hand, wie er existiert, und weiß demzufolge eine Menge darüber zu berichten.

Mit enormer Außenwirkung in Bezug auf das soziale Tun und in puncto Städtepartnerschaft hat sich die Organisation, die „mit 45 Frauen aus der Taufe gehoben wurde“, viel Anerkennung und Dankbarkeit eingeholt. So war es kein Wunder, dass zum Festabend am Samstag viele Gäste gekommen waren, um mit Mitgliedern und Angehörigen zu feiern. Wolf machte mit ihrer Ansprache deutlich, was der Verein bewirkt hat und für was er steht. Darüber hinaus begrüßte sie Förderer, Gäste und Freunde aus dem In- und Ausland sowie „die türkischen Freundinnen aus der eigenen Gemeinde und deren Männer“, die sich alle zusammen an der Festtafel niederließen.

Wolfs Rückblick, der auch viele amüsante Details beinhaltete, erfolgte mit erlebten Highlights, aber auch mit kritischen Zwischentönen, die das Leben nun mal bereithält. Auch der Bürgermeister Herbert Pötzsch, der kurzweilig seine Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte, wusste einiges zu berichten und erheiterte die Zuhörer mit Tatsachen aus der Gründungszeit. „Ordentliche Skepsis war damals spürbar. Und das nicht nur bei den Ehemännern“, so hatte sich der Schultes sagen lassen. Inzwischen jedoch hätten alle erkannt, dass der Frauenclub keine Gefahr darstellt, gab er schmunzelnd Entwarnung.

Mitglied Ute Rößner, die zugleich Vorsitzende der Marbacher Projektgruppe Städtepartnerschaften ist, betonte mit ihrem Grußwort die Besonderheit, die in der Beständigkeit des 25 Jahre andauernden Vorsitzes zum Ausdruck komme. Die Rektorin der örtlichen Quellen-Grundschule, Blanka Mandel, dankte den Frauen für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Hausaufgabenbetreuung und sensibilisierte die Zuhörer charmant für den Dienst am Nächsten. Der zweite Teil des Abends war der Unterhaltung gewidmet, wobei auch die Jubilare selbst mit ihrem amüsanten „Flecka-Gschwätz“ aktiv wurden.