Marbach/Leichtathletik Schöne Atmosphäre zur „Rückkehr in den Alltag“

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Am Samstag werden sich wieder mehrere Hundert Läufer auf die 3,5 Kilometer lange Runde machen. Foto: Archiv (avanti)

Marbach - Wenn es Anfang September auf das Ende der Sommerferien zugeht, dann findet seit Jahren in Marbach der Gassenlauf statt – so auch dieses Jahr wieder. „Immer am letzten Samstag vor Schulbeginn läuten wir mit unserer Veranstaltung quasi die Rückkehr in den Alltag ein. Der Gassenlauf ist vor allem ein regionaler Lauf“, sagt Organisationschef Achim Seiter und bringt die Gruppe der Teilnehmer auf eine einfache Formel: „Einheimische plus x.“

Eine besondere Note bekommt der Gassenlauf immer in den geraden Jahren – also auch diesmal wieder – durch das parallel stattfindende Holdergassenfest. „Die Atmosphäre in den Gassen ist immer toll. Aber wenn das Fest ist, dann bekommt es natürlich nochmal eine ganz besondere Note. Wer da nicht mitläuft, ist selber schuld“, findet Achim Seiter, der aber den größten Vorteil eher nach dem Lauf sieht: „Eigentlich kann man jedem nur raten, geeignete Kleidung mitzubringen, nach dem Lauf zu duschen und anschließend aufs Fest zu gehen. Also erst laufen, dann feiern!“ Zumal die Wetterprognose derzeit richtig gut ausschaut.

Das Gleiche gilt für die Voranmeldezahlen. „Die Schulen waren sehr aktiv, wir haben mehr als 250 Anmeldungen. Ich glaube, so viele hatten wir noch nie. Denn der Gassenlauf ist traditionell eher eine Veranstaltung, zu der man sich spontan entschließt. Daher hatten wir immer relativ viele Nachmeldungen am Veranstaltungstag“, erklärt Achim Seiter. So kann man sich auch an diesem Samstag wieder bis 45 Minuten vor dem Start des jeweiligen Laufes noch anmelden. Allerdings haben die „Frühbucher“ neben einer etwas geringeren Teilnehmergebühr noch den Vorteil, dass sie eine Startnummer mit aufgedrucktem Namen bekommen. „Insgesamt haben wir 550 Startnummern. Aber so viele Teilnehmer werden es natürlich nicht. Das ist auch gar nicht gewollt, da würde es irgendwann zu eng werden. Wir sind ein eher familiärer Lauf“, betont Seiter. „Wir haben immer gesagt, dass wir ab 300 Teilnehmern zufrieden sind – und da werden wir locker drüber kommen“, ist er sicher.

Viele der über die Schulen getätigten Voranmeldungen sind übrigens für den Entdeckerlauf. Hierbei muss die 3,5 Kilometer lange Runde mit den teils knackigen Anstiegen in den Gassen nur einmal absolviert werden und nicht dreimal wie beim Hauptlauf. „Die Idee dazu hatte übrigens Bürgermeister Jan Trost“, erinnert sich Achim Seiter. Der Schultes war es auch, der die Veranstalter darin bestärkte, den Gassenlauf weiterhin jedes Jahr durchzuführen und nicht nur dann, wenn das Holdergassenfest stattfindet. „Wir hatten das tatsächlich mal in Erwägung gezogen. Aber Jan Trost meinte, der Gassenlauf gehöre einfach jedes Jahr zu Marbach dazu“, sagt der Organisationschef.

Das Programm mit Schülerlauf, den Brezelläufen sowie Gassen- und Entdeckerlauf ist seit der Einführung von Letzterem unverändert. Den URB-Run, einen verkürzten Lauf mit Hindernissen, gibt es hingegen seit einigen Jahren nicht mehr. „Da bräuchte man fast ein separates Organisationsteam für. Ganz aus dem Kopf ist es noch nicht, aber es gibt keine konkreten Überlegungen“, erklärt Seiter. Doch attraktiv genug ist der Gassenlauf auch so.