Marbach in der Fotocommunity Auf Fototour durch die Schillerstadt

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Wenn man oberhalb des Krankenhauses steht, hat man eine fantastische Aussicht auf die Marbacher Altstadt. An der offenen Holzkonstruktion am Aussichtsplatz lohnt Foto: /Barbara Esser

Die Marbacherin Barbara Esser hat einen Beitrag über ihre Stadt auf www.fotocommunity.de hochgeladen. Dort sind zahlreiche Bilder zu sehen, es gibt aber auch praktische Tipps fürs Fotografieren von Altstadt und Co.

Marbach - Ein Rundgang durch Marbach lohnt immer. Und es lohnt sich auch, dabei den Fotoapparat dabei zu haben. Die Motive sind so vielfältig wie die Schillerstadt selbst. Das weiß auch die Marbacherin Barbara Esser. Sie lebt seit vielen Jahren in der Stadt und das Fotografieren ist schon lange ihre große Leidenschaft. 2019 hat die Marbacherin, die ursprünglich Fremdsprachen-Sekretärin gelernt hatte, ihr Hobby dann zum Beruf gemacht und einen Abschluss als Medienfotografin gemacht.

Bereits 2016 war sie auf der Photokina auf die Fotocommunity gestoßen, eines der größten Internet-Fotoportale Europas. Barbara Essers Interesse war geweckt, sie meldete sich dort an. Vor zwei Jahren kam auf der Plattform der Aufruf an die Fotografen in ganz Deutschland, über ihre Heimatstadt zu berichten. So soll nach und nach die die Landkarte mit Fototouren durch alle Orte der Republik gefüllt werden.

Fototour gibt breiten Einblick

Barbara Esser hatte Lust darauf. Aber einfach zu wenig Zeit. Dann kam Corona. Sie hatte plötzlich Zeit und beschloss, sich doch hinter das Projekt zu klemmen. Vier Wochen hat sie für die Ausarbeitung gebraucht. Entstanden ist eine Fototour, die gleichzeitig einen breiten Einblick gibt, aber auch nicht überladen wirkt. Unter dem Motto „Stadt – Land – Fluss“ gibt Barbara Esser anhand von vielen Fotos Tipps, wo und wie es sich in Marbach am besten fotografieren lässt.

Los geht es unten am Neckar oder am Marbacher Bahnhof. Und bevor es vom Cottaplatz aus zunächst in die Altstadt geht, gibt es einen kleinen Abstecher entlang der Panoramastraße und oberhalb des Krankenhauses entlang. „Das lohnt sich vor allem für einen Blick auf die Altstadtsilhouette“, schreibt Barbara Esser und beweist das mit einem schönen Panoramabild über die Altstadt. Aber auch dort oben gibt es besondere Motive, etwa die offene Holzdachkonstruktion am Aussichtsplatz in den Weinbergen oder den Blick hinüber zur S-Bahn-Brücke und nach Benningen.

Viele Motive in der Altstadt

Und schließlich: Die Altstadt mit ihren zahlreichen Fotomotiven – von den malerischen Holdergassen bis zum Tobias-Mayer-Museum, wo alte und neue Architektur vereint ist. Oder die Marktstraße und der Torturm. Barbara Esser gibt in ihrem Beitrag auch Fototipps, etwa, dass der Torturm in den Abendstunden „wunderbar angestrahlt“ wird. Oder dass man vom oberen Deck des Parkhauses am Graben die Stadtmauer und die Altstadt so gut wie ohne direktes Gegenlicht fotografieren kann.

Auch auf der Schillerhöhe gibt es zahlreiche Motive, zeigt die Fotografin anhand ihrer Bilder – von der beeindruckenden Architektur des Literaturmuseums der Moderne und des Schiller-Nationalmuseums bis hin zum abends angestrahlten Schiller-Denkmal.

Inspirationen zu vielen Orten

Eine Tour, die sich lohnt, egal ob mit oder ohne Fotoapparat. Barbara Esser hat jedenfalls viele positive Rückmeldungen bekommen. Und sie kann auch die anderen Beiträge der Fotografen in der Community nur empfehlen. „Die Berichte über die Heimat haben viele sehr gut umgesetzt“, sagt sie. „Hier kann man sich prima Inspirationen holen, wo man vielleicht mal hinmöchte.“ Sie selbst hat zum Beispiel kürzlich Tübingen besucht. Im Vorfeld des Ausflugs hat sie sich auf dem Foto-Portal über die Stadt und ihre Winkel schlau gemacht. „Da brauchte ich dann keinen Reiseführer mehr“, sagt sie lachend.

Viele der verwendeten Fotos für die Marbach-Tour hatte Barbara Esser bereits in ihrem Archiv, einige hat sie neu gemacht. Den Rundgang durch Marbach hatte sie in Teilen auch schon als Foto-Workshop angeboten. Momentan wartet die Marbacherin darauf, dass das solche Kurse in Präsenz wieder möglich sind. Sie bietet auf ihrer Homepage www.stand-art.org aber auch Online-Kurse an.