Marbach Große Bühne für Senioren-Umzugsprämie

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Das SWR-Filmteam bei den Dreharbeiten mit Gabi und Hendrik Lüdke. Foto: Werner Kuhnle

Marbach - Wohnungsnot: Sind Umzugsprämien für Senioren die Lösung? Diesem Thema widmet sich heute die Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ im SWR-Fernsehen. Sie rückt damit eine Regelung in den Fokus, die am 7. Februar im Marbacher Gemeinderat beschlossen werden dürfte und die erste ihrer Art wäre, die kommunal festgehalten ist: Senioren, die in eine kleinere Wohnung umziehen und damit Wohnraum für Marbacher Familien schaffen, erhalten eine einmalige Prämie von 2500 Euro.

„Wir möchten die Diskussion in Marbach um dieses Thema darstellen und schauen, inwieweit sie zukunftsträchtig ist“, sagt SWR-Redakteurin Alexandra Gondorf, die am Mittwoch als Teil einer vierköpfigen Crew in die Schillerstadt gekommen ist. Ihr Interviewpartner war Stadtrat Hendrik Lüdke von der Gemeinderatsgruppe Puls, die den Antrag auf eine Umzugsprämie vor knapp einem Jahr eingebracht hatte. „Damals hätte ich nie gedacht, dass das auf solch ein Echo stoßen wird. Die Umzugsprämie empfinde ich auch gar nicht als so ein großes Ding, sondern eher als eine Selbstverständlichkeit“, so Hendrik Lüdke.

Die Filmcrew, bestehend aus zwei Kameraleuten, einem Tontechniker und Redakteurin Alexandra Gondorf, drehte zum einen in Wohngebieten der Stadt, aber auch im Haus der Lüdkes – immerhin sind drei ihrer vier Kinder aus ihrem Reihenhaus ausgezogen, und auch das Ehepaar denkt darüber nach, sich wohnlich zu verkleinern, sobald der jüngste Sohn ebenfalls außer Haus ist. Allerdings ohne die Prämie in Anspruch zu nehmen. „Da sie von Puls kommt, hätte das ja ein Geschmäckle“, so Hendrik Lüdke. Ganz einig sind er und seine Frau Gabi sich über einen möglichen Umzug auch noch gar nicht. Entsprechend erörtern sie im Gespräch vor der Kamera die Vor- und Nachteile, die eine solche Veränderung mit sich bringen würde.

Der rund sechsminütige Beitrag wird zu Beginn der Sendung als Hinführung aufs Thema eingespielt. Aus TV-Sicht eine lange Zeit: „Längere Einzelbeiträge solcher Art gibt es im Fernsehen gar nicht“, ordnet Alexandra Gondorf ein. „Bei der Tagesschau wären es höchstens eineinhalb Minuten.“

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