Marbach/Erdmannhausen Der Weinbau soll Zukunft haben

Von Sabine Armbruster
Tayfun Tok, Matthias Hammer, Jan Trost, Dietmar Allgaier, Marcus Kohler und Sabine Kurtz bei der feierlichen Einweihung des Gedenksteins (von links) Foto: Sabine Armbruster

Zwischen Erdmannhausen und Marbach wurden Flurstücke neu aufgeteilt: Jetzt können die Rebhänge sogar bewässert werden.

Vor stark zwei Jahren wurde das Gelände des Rebgewanns Altenberg zwischen Marbach und Erdmannhausen teilweise eingeebnet und die Flur neu geordnet. Am Montag, bei der Einweihung eines Gedenksteins dazu, bezeichnete der Ludwigsburger Landrat Dietmar Allgaier die Aktion als eine „Win-win-win-Situation.“ Die Wengerter profitieren davon, dass die Rebhänge nun deutlich einfacher zu bewirtschaften und zudem mit einer Tröpfchenbewässerung ausgestattet sind. Für den Naturschutz gibt es mehr Trockenmauern, eine Magerwiese, Lesesteinhaufen und einen Hohlweg mit regionstypischem Pflanzenbestand. Und die beiden beteiligten Kommunen können sich zusammen mit Spaziergängern und Wanderern über attraktive und zusammenhängende Wege freuen, die die Gemarkungsgrenze überschreiten.

Erleichterung für die Wengerter

Die Neuordnung der Rebzeilen soll wesentlich mit dazu beitragen, dass an dieser Stelle auch weiterhin Weinbau betrieben wird und nicht, wie andernorts, die Hänge verbuschen, betonte unter anderem Matthias Hammer, der Vorsitzende der Marbacher Weingärtner. Zur Einweihungsfeier waren auch Sabine Kurtz (CDU), Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium, der Landtagsabgeordnete Tayfun Tok (Grüne), die beiden parteilosen Bürgermeister Jan Trost und Marcus Kohler gekommen und natürlich auch einige der 32 Grundstückseigentümer.

Diese hatten sich zusammengeschlossen und der Neuordnung ihrer rund sieben Hektar zugestimmt, die auch einfach hätte angeordnet werden können. Am Anfang habe es heiße Diskussionen gegeben, sagte Hammer. Denn solch eine Neuordnung kostet auch viel Geld. Rund 500 000 Euro waren es in diesem Fall, 80 Prozent übernahmen das Land oder der Bund. Den Rest teilten sich die Kommunen und auch die Eigentümer.