Marbach Eine SB-Servicestation hilft Radlern bei ihrer Tour

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Der Erste Beigeordnete G Foto: Oliver von Schaewen

Marbach - Ein Plattfuß bei einer Radtour – für viele kein Problem. Für andere dagegen ein traumatisches Erlebnis, vor allem wenn kein Werkzeug zur Hand ist. Schnelle Hilfe verspricht die SB-Radreparaturstation, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Marbach mit der Stadtverwaltung am Radweg beim Neckarsteg nach Benningen eingerichtet hat.

Die Station ist am Donnerstag feierlich eröffnet worden. „Wir haben vor drei Jahren die Reparaturstationen bei einer Ausfahrt durch den Landkreis Heilbronn kennengelernt“, erzählt Martin Eißler, Zweiter Vorsitzender der Marbacher ADFC-Gruppe. Der Verein beschloss, eine solche Station einer polnischen Firma, wie sie auch in der Sahara und im Himalaya errichtet wurde, zu finanzieren. „Solche SB-Stationen sind in Norddeutschland verbreiteter als im Süden“, weiß Martin Eißler.

Radler mit Defekten finden an der Metallsäule eine Luftpumpe, Werkzeug und eine Aufhängevorrichtung. So sind kleine Reparaturen rund um die Uhr in einer bequemen Haltung möglich. Man muss sich zum Schrauben und Flicken nicht auf den Boden legen. „Man kann auch einfach nur fehlende Luft nachfüllen“, so Waltraud Häfner, Vorsitzende des Marbacher ADFC.

Die Kontrolle und die Pflege der Anlage gehören zu den Aufgaben des ADFC. Sollten Reparaturen der Station nötig sein, übernimmt sie die Stadt. Deren Erster Beigeordneter Gerhard Heim lobte bei der Eröffnung das Engagement des ADFC. „Gerade diese Stelle ist sehr gut besucht, da hier einige Radwege aufeinandertreffen.“ Wer ohne Luftpumpe und Werkzeug unterwegs sei, könne sich helfen. Außerdem seien die Werkzeuge vandalismussicher angebracht. Die Stadt habe die Idee gerne aufgegriffen und das Grundstück zur Verfügung gestellt.

Jetzt hofft der Marbacher ADFC, dass das Netz solcher Reparaturstationen im Kreis Ludwigsburg weiter wächst. In Ludwigsburg seien vier Stationen in diesem Jahr vorgesehen, berichtet Martin Eißler. Der Marbacher ADFC könnte sich eine weitere Station am Schulzentrum vorstellen. Man werde Sponsoren suchen, auch um die robusten Reparaturstationen in Nachbargemeinden aufstellen zu können. „Möglicherweise finanzieren ja auch Kommunen eine solche Station selbst“, denkt Eißler. Die Kosten liegen bei 1500 Euro.