Marbach Das Ziel: In zehn Wochen zum ersten Triathlon

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Alle Teilnehmer auf einen Blick: Die neuen Rookies freuen sich schon auf die Herausforderung, der sie sich in den kommenden Wochen stellen. Foto: Werner Kuhnle

Marbach - Das Casino im oberen Stock des Verlagsgebäudes der Marbacher Zeitung ist bei der diesjährigen Auftaktveranstaltung des Rookie-Projekts im Rahmen des mz3athlon fast aus allen Nähten geplatzt. „Ich glaube, so viele Leute waren noch nie auf einmal in diesem Raum“, sagte Kai Keller, der Geschäftsführer der Marbacher Zeitung, und staunte nicht schlecht ob der mega Resonanz. Sage und schreibe 32 Menschen stellen sich in diesem Jahr der Herausforderung ihres ersten Triathlons. Zehn Wochen haben die Teilnehmer Zeit, um für dieses Ziel zu trainieren. Unterstützt werden die Anfänger dabei von den drei Trainern Katja Fischer, Michael Rakers und Heike Singer. Zwei von ihnen waren selbst schon Rookies.

„Es ist unbeschreiblich, wenn die Rookies das erste Mal in Steinheim durch den Zielbogen laufen und Gänsehaut haben“, sagt Michael Rakers, der sich noch bestens an seinen eigenen ersten Zieleinlauf erinnert und den Rookies bereits in den vergangenen Jahren als Helfer zur Seite stand. Ebenso wie Heike Singer, die 2015 ihren ersten Triathlon absolviert hat und begeistert war von dem, „was man alles in einer Trainingsgemeinschaft erreichen kann“. Gemeinsam mit Triathlon-Profi Katja Fischer freuen sie sich auf die neue Gruppe. Fischer machte dieser beim Auftakt eines gleich deutlich: „Euer Leben wird sich in den nächsten zehn Wochen grundlegend ändern. Ihr werdet sehen: Ihr werdet schnell infiziert. Gerade geht die Grippe rum, aber der Triathlon-Virus ist schlimmer. Er packt einen einfach und reißt euch mit.“ Mitgerissen waren die neuen Rookies beim ersten Abend allemal.

Schnell wurde das Treffen zu einem munteren und humorvollen Austausch – unterschwellig war dabei aber immer wieder der Respekt vor der Herausforderung zu vernehmen. 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen warten auf die Rookie-Teilnehmer am 12. Mai beim 20. mz3athlon. Etwas Muffensausen haben die meisten Teilnehmer – wie auch schon ihre Vorgänger in den vergangenen Jahren – wieder einmal vor allem vor dem Gang ins Becken. Diese Angst soll den Projekt-Teilnehmern aber gleich an diesem Freitag genommen werden. Mit einer Schwimmeinheit startet das Training regulär.

Nicht mit dabei sein wird da wohl „Viene“. Die Hündin von Teilnehmerin Julia Vieregge blieb bei der Auftaktveranstaltung ganz entspannt und ließ sich null von dem beeindrucken, was die Trainer sich alles für die kommenden Wochen ausgedacht haben. Einem allgemeinen Trainingsplan zum Auftakt wird in den nächsten Wochen ein individueller folgen. „Wichtig werden vor allem die Koppeltrainings sein“, erklärte Katja Fischer und machte zudem klar: „Es ist nicht schlimm, wenn Ihr mal eine Einheit ausfallen lasst – nur den Ruhetag, den dürft Ihr nicht ausfallen lassen.“ Denn Regeneration sei wichtig, um am 12. Mai im Steinheimer Riedstadion mit einem Lächeln über die Ziellinie laufen und dann von einer tollen Zeit mit den anderen Rookies berichten zu können. Einer Zeit, die jetzt startet.