Marbach/Bottwartal Busse sollen schneller vorankommen

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  Foto: Werner Kuhnle

Marbach/Bottwartal - Berufspendler aus dem Bottwartal stecken morgens regelmäßig mit dem Bus im Stau fest. Das Nadelöhr der L 1100 bei Murr und Marbach bremst sie. Die S-Bahn in Richtung Stuttgart ist in Marbach oft schon weggefahren. Das Problem wird jetzt vom Landkreis Ludwigsburg und den Anliegerkommunen verstärkt angegangen. Ein Gutachten liegt vor. Die Gemeinderäte von Marbach bis Beilstein entscheiden, ob sie Geld für eine erste Stufe der Busbeschleunigung in die Hand nehmen wollen.

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Die Nürnberger PB-Consult hat seit Ende 2017 den Busverkehr untersucht. Sie schlägt auf zehn Abschnitten der Buslinien 460, 461 und 462 Verbesserungen im Wert von 85 000 Euro vor. Davon übernimmt der Landkreis die Hälfte, die Kommunen stehen mit der anderen Hälfte in der Pflicht: Marbach würde demnach rund 4200 Euro, Murr 5900 Euro, Steinheim 11 300 Euro, Großbottwar 7700 Euro, Oberstenfeld 7500 Euro und Beilstein 5800 Euro zahlen. Grünes Licht gaben am Donnerstag die Räte von Marbach und Oberstenfeld.

Optimiert werden soll an den Ampeln die bereits vorhandene Bevorrechtigung der Busse bei Marbach und Murr, so das Gutachten. Doch seien die Straßen zu überlastet. Nur eine eigene Busspur könne wirklich etwas bringen. Offenbar verfolgt das Konzept im weiteren Verlauf auch das Ziel, eine eigene Busspur vom Steinheimer Tunnel an der L 1100 entlang des bisherigen Radweges und der Straße zum Gruppenklärweg Häldenmühle entlangzuführen. Dies ist aber im jetzigen Beschluss noch nicht vorgesehen. „Es geht zunächst um kleine Verbesserungen auf der ganzen Strecke“, erklärt Torsten Bartzsch, Murrer Bürgermeister und Befürworter zeitnaher Verbesserungen. Bartzsch wartet mit seinem Marbacher Kollegen Jan Trost auf ein parallel laufendes Gutachten des Regierungspräsidiums Stuttgart zu den Knotenpunkten an der L 1100 und der L 1125. „Die Gutachten werden aufeinander abgestimmt“, weiß Bartzsch.

Eine eigene Busspur am Klärwerk werde vom Marbacher Gemeinderat positiv beurteilt, so Jan Trost. „Da es sich um eine Machbarkeitsstudie handelt, steht noch nicht fest, wie eine solche Trasse an die L  1100 angebunden werden kann.“

Positiv bewertete auch der Oberstenfelder Gemeinderat das Gutachten. Dort soll der Bereich Gronauer Straße und Lichtenberger Straße optimiert werden. Einige Gemeinderäte warnten allerdings davor, viel Geld ins Verbesserungen zu stecken, die nur einen relativ geringen Nutzen bei der Beschleunigung bringen.