Marbach/Basketball TV Marbach: Niederlage in der Schlusssekunde

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Trotz starker Leistung hat es am Ende nicht gereicht für die Marbacher. Foto: Archiv (avanti)

Marbach -

Es gibt keinen Basketball-Gott“, meinte Trainer Uli Heyden nach dem Spiel seines TV Marbach am Freitag beim TSV Kupferzell. Nachdem sein Team nämlich über die kompletten 40 Minuten hinweg eine starke Leistung gezeigt und über weite Strecken geführt hatte, brachte der letzte Wurf die Entscheidung zugunsten der Gastgeber, die das Landesliga-Duell mit 71:70 (40:43) gewannen.

Zunächst hatte es sehr gut für die Marbacher ausgesehen, die nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge nun wieder einen Sieg einfahren wollten. Mitte des zweiten Viertels führte der TVM beim 40:29 mit elf Punkten. Bis zur Halbzeitsirene verkürzten die Kupferzeller jedoch auf 40:43. Auch nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Die Führung wechselte mehrfach, wobei sich keine Mannschaft auf mehr als sechs Punkte absetzen konnte. Nach 30 Minuten führten die Schillerstädter mit 59:53. Der Oberliga-Absteiger zeigte auch im Schlussviertel großes Engagement, kam aber mit der oft sehr körperbetonten Spielweise der Gastgeber nicht immer zurecht. „Wir waren da oft zu lieb“, fand Heyden. Es war der einzige Kritikpunkt, den er am Spiel seiner Mannschaft fand. Die Einstellung des Teams lobte er ausdrücklich. In manchen Situationen hätte er sich Pfiffe der Unparteiischen gewünscht – zum Beispiel als ein Kupferzeller Akteur mit vollstem Körpereinsatz gegen Nils Heyden einstieg. „Das war schon eine Art Ringkampf. Ich musste Nils danach rausnehmen, der sich an der Schulter verletzt hat“, so Uli Heyden. Die Schlussphase der Begegnung war dann besonders spannend: 33 Sekunden vor Spielende führte der TSV Kupferzell nämlich noch mit vier Punkten. Nach zwei Freiwurftreffern und einem Dreier von Martin Affolter führte dann wiederum Marbach mit einem Punkt – der dritte Saisonsieg war zum Greifen nahe. Beim letzten Angriff der Gastgeber ging der Rebound jedoch schließlich an die Kupferzeller, die mit ihrem finalen Wurf in der Schlusssekunde das entscheidende 71:70 erzielten. „Das ist sehr ärgerlich. Die Jungs haben danach ziemlich die Köpfe hängen lassen. Jetzt werden wir erst einmal unsere Wunden lecken“, meint Heyden.

Bedingt durch die Herbstferien sind die kommenden beiden Wochenenden spielfrei. „Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist, dass jetzt so lange Pause ist“, meint der Marbacher Trainer. Unklar ist, wie der Trainingsbetrieb während der Ferien möglich ist. Am 11. November empfängt der TVM zu Hause Hellas Esslingen. TV Marbach:
Affolter (14), Albert (11), Golovnin (4), Hamann (8), Heyden (19), Ludwig (11), Mayer (2), Vidacak (1).

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