Kurznachrichtendienst Twitter Follower lassen sich jetzt aus der eigenen Liste werfen

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Twitter bietet Nutzerinnen und Nutzern nun eine sanfte Alternative an, um nervige Follower auszusortieren. Foto: dpa/Soeren Stache

Twitter bietet eine Alternative zum radikalen Block an: Der Kurznachrichtendienst erlaubt Nutzern nun, eigene Follower aus der Liste zu werfen.

Stuttgart - Es muss nicht gleich der radikale Rausschmiss sein: Der Kurznachrichtendienst Twitter hat eine sanftere Funktion eingeführt, um unliebsame Follower loszuwerden.

Die US-Plattform erlaubt nun allen Nutzerinnen und Nutzern, die Liste der eigenen Follower auszusieben. Am Montag teilte Twitter mit, dass die seit einigen Wochen im Testbetrieb laufende Funktion nun für alle freigeschaltet wird.

Wer bisher von einem Follower genervt war und seine Ruhe wollte, der musste ihn stummschalten oder auf den radikalen Block zurückgreifen. Diese Sperrfunktionen gibt es nach wie vor. Wer etwa einen Nutzer blockiert, der hindert den Account daran, die Tweets mitzulesen, darauf zu antworten und Direktnachrichten zu schicken.

Einen Follower mit der neuen Funktion aus der Liste zu entfernen, ist eher ein freundlicher Hinweis darauf, dass man keinen Kontakt möchte. Die Tweets kann ein entfernter Nutzer immer noch sehen, sie tauchen lediglich nicht mehr in seiner Timeline auf. Er kann auch weiterhin Direktnachrichten schreiben, wenn die Chatfunktion für Nicht-Follower freigegeben ist, und dem Account immer wieder folgen.

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Der sanfte Block verbirgt sich in der Liste mit allen Followern, die aufgerufen wird, indem man auf die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer auf der eigenen Profil-Übersicht klickt. Die drei Punkte neben dem unliebsamen Follower öffnen ein Menü mit dem neu hinzugefügten Eintrag „Diesen Follower entfernen“. Die Funktion ist mit einem Personen-Icon und einem kleinen X gekennzeichnet.

Die neue Funktion ist allerdings ziemlich fragwürdig. Denn einerseits sind Follower eine wichtige Währung des Kurznachrichtendienstes und gelten als Richtwert für die Reichweite. Dass diese Liste freiwillig ausgedünnt wird, dürfte eher selten vorkommen. Und sollte ein Follower so sehr nerven, dass man ihn entfernen muss, kann er bei einem sanften Block immer wieder einfach zurückkehren, indem er auf den „Folgen“-Knopf klickt – und hat damit ein weiteres Mittel zur Hand hat, um jemanden zu drangsalieren.