KSV Hoheneck Es gibt noch Luft nach oben

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Die Pleidelsheimerin Joana Lamatsch hat laut ihrer Trainerin Uta Ziegler einen „überragenden Wettkampf“ geturnt. Foto: privat

Die Turnerinnen der KSV Hoheneck landen bei ihrem ersten Wettkampf in der 3. Bundesliga auf dem sechsten Platz – nur 1,10 Punkte hinter dem Zweitplatzierten.

Ludwigsburg-Hoheneck - Die gute Nachricht zuerst: Die Turnerinnen der KSV Hoheneck haben bei ihrer Premiere in der 3. Bundesliga gezeigt, dass sie auch in dieser Klasse bestehen können. „Die Mannschaft ist überzeugt, dass sie den Klassenerhalt schaffen wird“, sagt die Trainerin Uta Ziegler nach dem sechsten Platz unter acht Teams beim ersten Wettkampf in Backnang. Doch die Erdmannhäuserin sagt auch ganz klar: „Wir haben noch Luft nach oben, denn wir hatten viele Fehler in den Übungen.“

Ganz besonders betroffen war davon ausgerechnet Mona Ziegler. „Das tut mir in der Doppelfunktion als Trainerin und Mutter natürlich besonders weh. Obwohl sie mit fast 23 Jahren unsere erfahrenste Turnerin ist, hat sie sich wohl selbst zu viel Druck gemacht. Anders ist das kaum zu erklären“, so Uta Ziegler. Ihre Tochter hatte gleich zum Auftakt am Balken zwei Stürze, „das hat ihr den Boden unter den Füßen weggezogen“.

Es folgten Patzer am Sprung und am Boden beim Doppelsalto. „Den hat sie beim Einturnen zweimal blitzsauber gestanden – und in der Übung greift sie dann mit den Händen auf den Boden, was als Sturz gewertet wird und einen ganzen Punkt Abzug gibt“, erklärt Uta Ziegler. Allein ihre Tochter hätte gut und gerne drei bis vier Punkte mehr holen können. Bei nur 1,10 Punkten Rückstand auf Platz zwei wird klar, was mit „Luft nach oben“ gemeint ist.

Einen laut Uta Ziegler „überragenden Wettkampf“ zeigte dagegen die Pleidelsheimerin Joana Lamatsch. Mit insgesamt 43,80 Punkten war sie die drittbeste Vierkämpferin des gesamten Wettkampfes. „Und ich muss sagen, dass das Niveau von den Schwierigkeiten der Übungen her deutlich höher war, als ich es erwartet hatte. Es gab aber auch bei den anderen Mannschaften viele Stürze“, findet Uta Ziegler, die auch ihrer Schweizer Gastturnerin Malina Blum eine „sehr starke Leistung“ bescheinigte. „Ansonsten hatten wir auch bei all unseren anderen Turnerinnen immer wieder Fehler und Stürze. Zudem waren manche Bewertungen der Kampfrichter für mich nicht so ganz nachvollziehbar – sowohl im Vergleich zu anderen Mannschaften als innerhalb unserer Mannschaft. Aber letztlich haben wir die Fehler selbst gemacht.“

Dass die TG Breisgau, die mit fünf Punkten Vorsprung Erster wurde, den Durchmarsch zum Aufstieg schafft, hält Uta Ziegler „für durchaus möglich. Das sind alles starke und erfahrene Turnerinnen“. Dahinter sei aber bei den noch folgenden Wettkämpfen in Balingen und Hoheneck im November noch sehr viel möglich.