Konzert: SSIO im LKA Er wünscht sich, dass die Polizei kommt

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Der Rapper SSIO bei seinem Auftritt im LKA Foto: Lichtgut - Ferdinando Iannone

Zweimal hat der Rapper SSIO das Stuttgarter LKA ausverkauft. Schon am Mittwoch, am ersten der beiden Abende, sind 1500 Fans da. Die Stimmung kocht.

Stuttgart - Rasend schnell und ziemlich explizit: Genau so lässt sich der Hip-Hop von SSIO am besten beschreiben. Mehr Sex und Drugs presst derzeit kein deutscher Rapper in seine Zeilen. Im Sekundentakt spuckt SSIO zum souligen Retro-Sound seine „Dirty Words“ ins Mikrofon, mit so viel Tempo, dass man schon sehr gut hinhören muss, um all die Nutten, all das Koks auch mitzubekommen. Seine Fans, auch da kann man sicher sein, kennen jedes seiner Worte.

Zweimal hat SSIO das LKA ausverkauft; schon am Mittwoch, am ersten der beiden Abende, sind 1500 Fans da, die Stimmung kocht. Und SSIO legt es darauf an: „Eigentlich möchte ich sogar, dass die Polizei kommt!“ ruft er. Aber keine Angst: So richtig ernst meint er das nicht. SSIO, der eigentlich Ssiawosch Sadat heißt, nimmt all die saftigen Klischees seines Genres sehr gern auf den Arm. Und nach ein paar Minuten schon singt es der Saal mit, jeder weiß Bescheid: „Das ist Bonn, nicht Paris.“ Gut 70 Minuten dauert sie, die Party mit dem selbstironischen Rapper, seinem Live-Drummer, seinen MCs und seinen Gimmicks. Zuletzt singt SSIO, trotz heiserer Stimme: „Warum lügst du?“ Und dann: die Zugabe.

Ein ausführlicher Text folgt später hier in unserem Online-Angebot.