Kommentar zur Bürgermeisterwahl in Beilstein Zu erwarten

Von
Zumindest ein Teil des Ergebnisses hat wohl niemanden überrascht. Foto: KS-Images.de

Dass ein weiterer Wahlgang nötig sein würde, war beim aktuellen Bewerberfeld keine Überraschung.

Beilstein - Überrascht war keiner. Weder die Kandidaten, noch die anwesenden Bürgermeister und Gemeinderäte. Das Bewerberfeld – ohne einen kommunalen Verwaltungsprofi – lag über weite Strecken zu dicht beieinander, sodass recht klar war: Keiner der sechs Kandidaten würde es im ersten Wahlgang schaffen. Und so sollte es dann auch kommen, als das Ergebnis gegen 21 Uhr nach langer Wartezeit endlich verkündet wurde.

Wirklich groß war die Überraschung auch nicht, was die Rangliste der Bewerber angeht: Georg Kobiela konnte die meisten Beilsteiner von sich überzeugen – auch wenn er in der ersten Runde nicht die absolute Mehrheit schaffte. Er ist als gebürtiger Beilsteiner fest mit der Stadt verwurzelt, kennt die Einrichtungen, Vereine – kurzum die Menschen. Das war in den vergangenen Wochen zu spüren. Ruhig, besonnen, fair führte er seinen Wahlkampf. Darüber hinaus zeigte er sich – oft auf digitalem Weg – auch als Experte für wichtige Themenfelder wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energie. Punkte, die vielen Bürgern am Herzen liegen.

Zufrieden kann aber auch Barbara Schoenfeld sein – und das ohne Heimvorteil und Wurzeln in der Stadt. Dass die Schulamtsdirektorin aus Frankfurt sowohl über Führungsqualitäten als auch über Erfahrung in Verwaltungsfragen verfügt und sich darüber hinaus mit den Beilsteiner Themen vertraut gemacht hat, dürfte ihr keiner absprechen. Vor allem in den Teilorten kam das gut an: Im Wahllokal im Vereinsheim Billensbach lag sie mit 47,64 Prozent sogar deutlich vor ihrem Mitbewerber Georg Kobiela.

Der Wahlgang am 11. April dürfte also ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen werden. Auf den Kopf stellen könnte alles aber auch ein weiterer Kandidat oder gar eine weitere Kandidatin. Am 17. März läuft die Bewerberfrist für Runde zwei aus.

Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl
"Georg Kobiela kratzt an der 50-Prozent-Marke"