Kirchberg Gestaltung des neuen Spielplatzes noch offen

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Jugendliche sollen bei der Gestaltung mithelfen. Foto: Archiv (dpa

Kirchberg - Dass mit der vierten Erweiterung des Baugebiets Rappenberg auch ein neuer Spielplatz nötig sein würde, hatten die Gemeinderäte schon vor Jahren beschlossen. Wie der Platz final aussehen soll, bleibt aber noch offen. Bürgermeister Frank Hornek hatte den Gemeinderäten in ihrer jüngsten Sitzung eine Vorentwurfsplanung mit mehreren Spielgeräten vorgelegt und hingewiesen, dass es gut wäre, in den nächsten zwei Monaten eine Grobplanung zu haben. So könne man nämlich den bei den Bauarbeiten anfallenden Aushub zumindest zu einem Teil für die Geländemodellierung nutzen.

Dazu gab es auch von den Räten keinen Widerspruch, doch taten sich etliche schwer mit der Entscheidung, welche Spielgeräte auf dem etwa ein Hektar großen Gelände zu finden sein sollen, um damit Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche anzusprechen. „Wir sind alle nicht in der Generation, die das mal probiert haben“, stellte etwa Andrea Weiler (UBK) zur Diskussion, ob man eine Dirtbahn und eine Pumptrack-Anlage oder nur eines von beiden haben wolle. „Es wäre deshalb gut, so etwas mal vorher anzusehen.“

Beim Vorschlag eines sogenannten Tarzan-Schwingers hatte der Rathauschef schon darauf hingewiesen, dass die dafür nötigen 450 bis 500 Autoreifen der gewünschten naturnahen Gestaltung widersprächen. Aus diesem Grund sprach sich Gudrun Wilhelm (Freie Liste) klar gegen das Spielgerät aus. Dem schlossen sich aber nicht alle Gemeinderäte an. So verwies Gebhard Kunzi (UBK) darauf, dass dieser Schwinger in Rielingshausen „der Renner“ sei.

Carola Maier (Gesundes Gemeinwesen) hatte Probleme mit den auf dem Gelände geplanten Obstbäumen: „Das gibt Fallobst, und das lockt die Wespen an.“ Der Bürgermeister räumte ein, dass das problematisch sein könne, zumal man auch auf einer Dirtbahn nicht um Äpfel herumfahren wolle, aber „das geht nicht anders wegen der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen“.

Gebhard Kunzi äußerte Bedenken zum Regenrückhaltebecken. „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das nicht manche reizt, das auch in den Spielplatz zu integrieren“, sagte Gebhard Kunzi. Hornek verwies jedoch darauf, dass das Becken eingezäunt werde; im Übrigen könne man nicht für alles die Haftung übernehmen.

Gudrun Wilhelm (Freie Liste) regte an, Vereine mit jugendlichen Mitgliedern zu fragen, was man anbieten könne, bevor ein Beschluss gefasst werde. Dem schlossen sich auch andere an. Das Fazit: Es wird auf der vorgestellten Basis weitergearbeitet, zudem soll es aber auch Besichtigungen und Befragungen geben.