Jugendlicher tobt in Ludwigsburger Tankstelle Geld gefordert und Schläge verteilt

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Der 16-Jährige wurde schließlich von seinen Eltern bei der Polizei abgeholt. Foto: Archiv (dpa)

Ein 16-Jähriger ist in einer Tankstelle mit einem Mitarbeiter in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung forderte er plötzlich Geld und schlug zwei Männer. Selbst das Eintreffen der Polizei besänftigte den Jugendlichen nicht.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg ermittelt derzeit gegen einen 16-Jährigen wegen des Verdachts einer Raubstraftat. Seinen Anfang hatte alles am Sonntagmorgen genommen, als der Jugendliche gegen 7.05 Uhr mit einem noch unbekannten Freund eine Tankstelle in der Stuttgarter Straße aufsuchte, um dort eine Paysafekarte zu kaufen.  Im Anschluss daran entbrannte jedoch ein Streit mit dem 61-jährigen Mitarbeiter wegen des Rückgaberechts.

Zwei Männer mit der Faust geschlagen
Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung forderte der 16-Jährige plötzlich Bargeld von einem unbeteiligten 52-Jährigen. Diesem griff er auch direkt in den Geldbeutel. Als der Mann ihm das Geld verweigerte, soll der Jugendliche ihm mehrmals ins Gesicht und gegen den Kopf geschlagen haben. Anschließend verlangte er direkt von dem Tankstellen-Mitarbeiter die Herausgabe von Bargeld. Nachdem dieser der Forderung ebenfalls nicht nachkam, soll der 16-Jährige auch ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der 61-Jährige wurde dadurch leicht verletzt zu und später durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Beleidigungen gegen die Polizei
Der 16-Jährige verließ die Tankstelle schließlich ohne Beute - und kam nicht allzu weit. Eine 33-jährige Mitarbeiterin schnappte sich den Jugendlichen und hielt ihn im Hof der Tankstelle bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Begleiter rannte in Richtung der Stuttgarter Straße davon. Ruhe kehrte aber deshalb noch lange nicht ein: Der 16-Jährige beleidigte schließlich auch noch die Polizisten vor Ort und auf der Dienststelle. Ein Alkoholtest mit einem Wert von etwa 1,4 Promille bestätigte schließlich den Verdacht der Beamten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die Eltern ihren Nachwuchs auf dem Polizeirevier abholen. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen, die bei der Identifizierung des Begleiters helfen können. Diese mögen sich unter der zentralen Hinweisnummer 0800/1100225 melden.