Jubiläum in Großbottwar Schule an der Linde feiert 50. Geburtstag

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Die Schüler haben den Jubiläumsauftakt kreativ mitgestaltet. Foto:  

Die Bildungseinrichtung in Großbottwar stellt ein Jahr lang immer wieder interne und externe Aktionen auf die Beine. Steigern soll ich möglichst ihr Bekanntheitsgrad.

Großbottwar - Seit 50 Jahren existiert die Schule an der Linde in Großbottwar. Aus diesem Anlass möchte man an dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen, wie es offiziell heißt, feiern. Über ein Jahr verteilt sind Monat für Monat Aktionen geplant – bis im Juli 2022 alles mit einem großen Schulfest seinen Höhepunkt finden soll.

Am Freitag war der Auftakt des Jubeljahres. Schüler, Lehrer, Ehemalige, Eltern und Förderer aus allen denkbaren Richtungen waren gekommen. Selbst drei ehemalige Schüler weilten unter den Gästen: Der eine hatte sich freigenommen, die anderen beiden hatten an ihrer jetzigen Schule einen pädagogischen, sprich freien Tag. Beispiele, die zeigen, welche engen Verbindungen es an und zur Schule gibt. Mehrere Eltern sprachen zudem ihre tiefe Dankbarkeit aus, dass es diese Bildungseinrichtung gibt.

Umfrage in der Stadt als Ansporn

Zum Auftakt der Feierlichkeiten hatten die Schüler in der Stadt gefragt: Kennen Sie die Schule an der Linde? Und wie sie feststellten, war mehreren Bürgern nicht bekannt, dass es die Schule gibt oder was es mit ihr auf sich hat. Ein Zustand, der geändert werden soll – weshalb die Schulleitung ein Motto ausgerufen hat: „Die Schule an der Linde zeigt sich.“ Ziel sei, sagt Rektorin Tanja Notter, dass bei einer zweiten Umfrage im Sommer 2022 deutlich mehr Großbottwarer sagen können: Ja, die Schule kenne ich. „Die Umfrage hat in uns den Ansporn geweckt, die Schule bekannter zu machen. In Großbottwar und im oberen Bottwartal“, sagt Notter weiter. Die Besucher am Freitag wurden daher kurzerhand mit einer Urkunde auch gleich zum Botschafter der Schule ernannt.

Zu höherer Bekanntheit sollen auch die Aktionen wie das Schulfest beitragen. Manche finden zwar schulintern statt, doch auch die Öffentlichkeit wird etwas mitbekommen. Etwa durch von den Schülern hergestellten Lindenblütensirup, Lindenblütentee und Gelee, wofür sie selbst Lindenblüten gepflückt hatten. Erhältlich sein werden die Leckereien in Großbottwarer Geschäften.

Stadt spricht der Schule ihre Treue aus

Bürgermeister Ralf Zimmermann brachte eine Schatzkiste mit, aus der die Schüler sich bedienen durften: „Wir sind stolz auf die Schule und froh, dass es sie gibt. Uns als Schulträger ist klar, dass wir diese Schule brauchen. Wir bleiben treu an ihrer Seite.“

Die 1971 eingeweihte Schule wurde im Lauf ihrer Geschichte mal als Sonder- und mal als Förderschule bezeichnet, heute als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen. 41 Schüler mit Schwierigkeiten beim Lernen besuchen hier die Klassen 1 bis 9. Das Haupteinzugsgebiet umfasst Großbottwar und Oberstenfeld. Einzelne Schüler kommen aber auch aus den Ortschaften bis Murr und Ilsfeld.