In Murr und Gerlingen Telefonbetrug gerade noch verhindert

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Die Betrügereien konnten gerade noch aufgedeckt werden. Foto: dpa/Jens Wolf

In Murr und Gerlingen haben Unbekannte versucht, Senioren um ihr Geld zu bringen.

Murr/Gerlingen - Ein Ehepaar aus Murr wäre am Dienstag fast Opfer einer Telefonbetrügerin geworden, die sich als Enkelin ausgab und von den „Großeltern“ 39 000 Euro für einen Wohnungskauf forderte. Die vermeintliche Verwandte zog die Großeltern ins Vertrauen und offenbarte ihnen, eine eigene Bleibe kaufen zu wollen. Um Notargebühren sparen zu können, müsse sie so schnell wie möglich 39 000 Euro bezahlen. „Oma und Opa“ teilten jedoch mit, eine so hohe Summe nicht so schnell besorgen zu können und wollten später nochmals mit ihrer „Enkelin“ telefonieren. Diese wollte nun aber lieber persönlich vorbei kommen, um gemeinsam mit den Großeltern zur Bank zu gehen. Der „Opa“ schöpfte Verdacht und beendete das Gespräch. Ein Anruf bei der Tochter ergab, dass die echte Enkelin zuhause lernte. Die Geschädigten verständigten die Polizei.

Betrüger wollten persönlich vorbeikommen

Eine ähnlich perfide Geschichte wurde einer Seniorin in Gerlingen am Mittwoch aufgetischt. Eine weinende Frau meldete sich telefonisch bei der betagten Frau und gab sich als deren Tochter aus. Schließlich übernahm ein „Polizist“ das Gespräch. Die „Tochter“ sei in einen Unfall verwickelt gewesen, an dem eine schwangere Frau beteiligt war. Das ungeborene Kind sei an den Folgen des Unfalls gestorben. Ein vermeintlicher Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft erklärte der Seniorin, dass die „Tochter“ ins Gefängnis müsse. Dies könne nur durch die Bezahlung eines Betrags von 35 000 Euro verhindert werden. Eine Nachbarin behielt einen kühlen Kopf und riet der Frau, zunächst selbst Kontakt zu ihrer Tochter aufzunehmen. Dies tat die Seniorin und konnte so den Betrugsversuch aufdecken.