Hansi Müller und Erwin Staudt Das ist ihre Meinung zur Lage beim VfB Stuttgart

Von jka/dpa
Hansi Müller ist von Interimstrainer Michael Wimmer beim VfB Stuttgart nicht überzeugt. Foto: dpa/Marijan Murat

VfB-Legende Hansi Müller macht sich Sorgen um den VfB Stuttgart. Auch VfB-Ehrenpräsident Erwin Staudt äußert sich.

Ex-Nationalspieler Hansi Müller ist von Interimstrainer Michael Wimmer beim VfB Stuttgart nicht vollends überzeugt. „Ich weiß nicht, ob Michael Wimmer es schafft die Mannschaft über die ganze Saison zu führen. Er hat alle Kräfte gebündelt und zum Teil einen guten Job gemacht. Aber nur zuhause, auswärts nicht“, sagte der 65-Jährige bei Sport1.

Der vorherige Co-Trainer Wimmer hatte im Oktober übergangsweise den Trainerposten übernommen, nachdem sich der Club von Pellegrino Matarazzo getrennt hatte. In allen drei Auswärtsspielen in der Fußball-Bundesliga unter Wimmer hatte der VfB, der im gesamten Jahr 2022 ohne Auswärtssieg blieb, Niederlagen kassiert. 

Kritik an Unerfahrenheit

Nun ist der 42-Jährige ein Kandidat für den Cheftrainerposten. Seine Zukunft soll ebenso wie die von Sportdirektor Sven Mislintat geklärt werden, wenn der VfB Anfang der kommenden Woche von einer USA-Reise zurückkehrt. „Wenn sich der VfB von Mislintat trennen wird, wird es auch auf eine neue Trainerverpflichtung hinauslaufen“, vermutete Müller, Europameister von 1980.

Die lange Winterpause verbringt der VfB auf dem Abstiegsrelegationsrang. Auch VfB-Ehrenpräsident Erwin Staudt ist besorgt. „Wir müssen eine Entwicklung einleiten, die dazu führt, dass wir die mannschaftliche Geschlossenheit vergrößern, um zuhause eine Macht darzustellen“, sagte der 74-Jährige der Deutschen Presse-Agentur und kritisierte, dass die Mannschaft zu unerfahren sei:  „Da fehlt es ein bisschen an Plan, am System, an der Disziplin, an der Leidenschaft. All diese Dinge, die eine gute Mannschaft auszeichnen.“