Großeinsatz der Feuerwehr in Gerlingen Dachstuhlbrand fordert 20 Verletzte – Löscharbeiten extrem schwierig

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Der Brand brach im Dachgeschoss des Gebäudes aus. Foto: Steffen Rometsch

Am Donnerstagabend brennt es im Dachgeschoss eines Gebäudes in Gerlingen. Die Feuerwehr rückt mit mehreren Fahrzeugen aus. Vier Personen werden schwer, sechszehn Personen werden leicht verletzt. Die Brandbekämpfung gestaltet sich als schwierig.

Die Feuerwehr ist am Donnerstagabend zu einem Dachstuhlbrand in die Rosenstraße in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) ausgerückt. Das Feuer flammte immer wieder auf, weshalb die Feuerwehr noch am späten Abend im Einsatz war und das Feuer erst gegen 22.15 Uhr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Bei dem Brand wurden vier Personen schwer und 16 weitere leicht verletzt.

Wie ein Sprecher der Gerlinger Feuerwehr auf Nachfrage berichtet, wurden die Floriansjünger gegen 19.45 Uhr alarmiert, weil dichter Rauch aus dem Dachgeschoss drang. Die Feuerwehren aus Gerlingen, Ditzingen und Leonberg eilten zum Brandort und hatten das Feuer gegen 20.30 Uhr zunächst gelöscht. Doch gegen 20.45 Uhr flammte das Feuer in Dachgeschoss wieder auf, sodass die Feuerwehr erneut mit den Löscharbeiten begann. Gegen 22.15 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Neben der Feuerwehr, die mit 80 Kräften im Einsatz war, dem Rettungsdienst und der Polizei war auch der Gerlinger Bürgermeister Dirk Oestringer und der Kreisbrandmeister Andy Dorroch vor Ort und machten sich ein Bild von der Lage.

Mehrere Gebäude wurden evakuiert

Laut einer Sprecherin der Ludwigsburger Polizei wurde das betroffene Haus und die daneben liegenden Gebäude evakuiert. Die schwer verletzten Personen wurde in ein Krankenhaus gebracht, ein Teil der Leichtverletzten wurden ebenfalls in eine Klinik eingeliefert, der Rest wurde ambulant behandelt. Das Dachgeschoss des Hauses ist bis auf Weiteres unbewohnbar, in welchem Maße die anderen Teile des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen wurden, kann noch nicht gesagt werden. Die betroffenen Personen kommen bei Verwandten beziehungsweise Bekannten unter.

Informationen zur Brandursache sowie zum entstandenen Sachschaden liegen derzeit noch nicht vor. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

In dem Haus hatte es im November 2019 schon einmal gebrannt. Damals soll ein Mann einen Brandanschlag auf eine im Erdgeschoss befindliche Pizzeria verübt haben.