Großbottwar Kälbchen „Habo“ unterstützt die Handballer

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NatureLife-Präsident Claus-Peter Hutter, Bernd Rempfer von der HABO SG, Landrat Rainer Haas, Gerhard Fahr vom Beweidungsförderverein und Landwirt Andreas Weigle (von links) haben das erstgeborene Kalb auf den Namen „Habo“ getauft. Foto: Werner Kuhnle

Ein Wildbüffelkälbchen namens „Habo“ prangt auf den Trikots der Bottwartäler Handballer der HABO SG. Das erste von zwei Jungtieren kam im August zur Welt.

Großbottwar - Es scheint ein Wink des Schicksals: Die neu gegründete HABO SG, die Handball-Spielgemeinschaft vom TV Großbottwar, GSV Kleinbottwar und TSG Steinheim, hat vor der Saison den Wasserbüffel zum Symboltier gemacht und im Wappen verewigt. „Die Idee hatten die Mädels“, erinnert sich der Vorstand Bernd Rempfer zurück. „Das fanden wir dann eigentlich alle gut.“ Und dann war da plötzlich Wasserbüffel-Nachwuchs da – ganz unerwartet, hatte Kuh Margot am 30. August ein Kalb zur Welt gebracht. „Und wir haben jetzt die Patenschaft übernommen“, so Rempfer weiter. Die Taufe auf den Namen „Habo“ folgte nun am Dienstagnachmittag, allerdings eher symbolisch vom Zaun aus. „Die Herde lässt keinen nahe an den Nachwuchs“, wie Landwirt Andreas Weigle erklärte.

Als Zeichen der Patenschaft wurde der HABO SG neben eine Foto des Kalbs mit der stolzen Mutter noch ein Plüschtier von Landrat und Schirmherr Rainer Haas überreicht „als neues Maskottchen“.

Ein Geschwisterchen hat das Kalb in der Zwischenzeit auch schon bekommen. Das am 18. September geborene Tier sucht weiterhin einen Namen. Vorschläge aus der Bürgerschaft sind willkommen.

Die erste Schwangerschaft kam für die Initiationen noch recht überraschend. „Das ist den Weibchen am Anfang noch nicht richtig anzusehen“, informiert Claus-Peter Hutter, von NatureLife. „Wir haben es aber irgendwann dann anhand des Herdenverhaltens geahnt.“ Danach habe Andreas Weigle allerdings auch einen Blick dafür bekommen, auf was es zu achten gilt. Die Tiere seien ihm seit Mai generell ans Herz gewachsen, jedes habe seinen eigenen Charakter und eigene Vorlieben. So gibt es zum Beispiel den Büffel „Vielfraß“ – der Name dürfte sich vermutlich von selbst erklären.

Habo und seine Schwester – beide Jungtiere sind nämlich Mädchen – sollen bei der Herde bleiben dürfen und sie so auf acht Tiere verstärken, erklärt Gerhard Fahr, der Vorsitzende des Vereins für Landschaftspflege und Naturschutz durch Beweidung im Bottwartal. „Hierfür ist aber noch eine Nachgenehmigung durch das Landratsamt nötig“, ergänzt Weigle. Einen hochkarätigen Freund haben sie in Person von Landrat Rainer Haas auf jeden Fall schon gefunden: „Die beiden sind ja auch echte Bottwartaler“, sagte der Kreischef, der das Projekt von Anfang an wohlwollend unterstützt hat.