Großaspach/Fußball Kellerduell für die Sonnenhof-Elf

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Sebastian Bösel muss wegen einer Gelbsperre am Freitag pausieren. Foto: Archiv (avanti)

Großaspach - Nach drei Niederlagen in Folge ist Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach auf Platz 15 abgerutscht – punktgleich mit dem Tabellen-17. Fortuna Köln, der damit den ersten Abstiegsplatz belegt. Und eben jene Fortuna kommt am Freitagabend (19 Uhr) zum letzten Hinrundenspiel in die Aspacher mechatronik Arena. Von einer besonderen Drucksituation – zumal neun Tage später der Tabellen-18. Carl-Zeiss Jena in Großaspach zu Gast ist – möchte SG-Trainer Florian Schnorrenberg aber nicht sprechen: „Wir sind nicht in Euphorie ausgebrochen, als wir in vier Spielen acht Punkte geholt haben. Ebenso wenig verfallen wir jetzt in Panik. Aber klar ist auch, dass wir bis Weihnachten gerne noch ein paar Punkte holen wollen“, erklärt der Coach.

Dabei ist die Vorbereitung auf das Spiel diesmal sehr kurz. Denn erst am Montagabend hat die SG in Zwickau gespielt. „Wir sind dann erst in der Nacht zurückgekommen, deshalb war am Dienstag frei. Die Nachbereitung und auch die Videoanalyse des nächsten Gegners sind daher jeweils einen Tag später als gewohnt. Generell darf die kürzere Vorbereitungszeit kein Problem sein. Aber es ist natürlich eine ganz andere Woche“, findet Schnorrenberg, der zudem merkt, dass „die Saison langsam an den Kräften zehrt“. So sei Timo Röttger immer wieder angeschlagen und werde im Training ab und zu geschont. Am Freitagabend rechnet der Coach aber fest mit seinem schnellen Offensivmann: „Er muss spielen, er ist wahnsinnig wichtig für uns“, betont Schnorrenberg.

Definitiv nicht mit dabei sein wird Sebastian Bösel, der nach seiner fünften gelben Karte gesperrt ist. Das schmerzt insbesondere deshalb, weil mit Dominik Pelivan ein weiterer „Sechser“ vermutlich weiterhin ausfällt. „Er hatte zuletzt immer noch Schmerzen in der Achillessehne, vermutlich als Folge eines Muskelfaserrisses. Den hat er sich wohlgemerkt nicht im Training zugezogen, sondern beim Aufstehen aus dem Bett“, berichtet der Coach. „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn Pelivan doch noch fit wird. Aber man sollte nicht damit rechnen.“ Die größte Baustelle sieht Schnorrenberg aber woanders: „Das letzte Drittel und der Torabschluss.“ Schließlich ist sein Team mit nur 15 Treffern aus 18 Spielen die bislang offensivschwächste Mannschaft der Liga.

Dass der kommende Gegner Fortuna Köln so weit unten steht, ist für den Aspacher Trainer „angesichts ihres Kaders überraschend“. Schnorrenberg erwartet, dass die Kölner seine Mannschaft aggressiv anlaufen werden, „ähnlich wie Zwickau das gemacht hat. Darauf werden wir uns einstellen müssen.“

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