Großaspach/Fußball Am Ende steht nur die SG im Regen

Von
Die Hereingabe von Philipp Hercher (links) brachte das 1:0 für die SG.Die Hereingabe von Philipp Hercher (links) brachte das 1:0 für die SG. Foto: avanti

Großaspach - Im Fußball wird ja gerne und oft von den Grundtugenden gesprochen: Kampf und Willen. Beides ist am Mittwochabend bei der Drittliga-Begegnung der SG Sonnenhof Großaspach gegen den SV Wehen Wiesbaden in besonderem Maße gefordert gewesen. Denn strömender Regen, ein dadurch tiefer und aufgeweichter Platz sowie Temperaturen im deutlich einstelligen Bereich machten die Angelegenheit weitgehend spaßfrei. Die Gäste konnten sich dabei aber immerhin über drei Punkte freuen, die sie mit nach Hause nehmen durften, während die Großaspacher Spieler und ihr Anhang nach dem 2:3 (0:0) auch im übertragenen Sinne komplett im Regen standen.

Zu Beginn entwickelte sich die Partie dem Tabellenstand entsprechend: Der Vierte aus Wiesbaden drängte in Richtung Strafraum der abstiegsbedrohten Aspacher. Die Gäste hatten vor allem über die linke Seite mehrere gute Aktionen, brachten den Ball aber nicht wirklich gefährlich auf das Tor von Kevin Broll. Die Aspacher kamen ab der 25. Minute dann besser ins Spiel, doch ein Distanzschuss von Patrick Choroba, der jedoch deutlich am Tor vorbei ging, war das einzige, was man mit gutem Willen als Chance verbuchen konnte.

Nach dem Wechsel wurde es abwechslungsreicher. Zunächst parierte der seit Wochen starke SG-Keeper Kevin Broll einen Schuss aus rund zehn Metern (49.). Zwei Minuten später dann die überraschende Führung für die SG: Aus einem Gewühl vor dem Gäste-Strafraum kam der Ball nach rechts zu Philipp Hercher. Dessen Hereingabe lenkte Wehens Sascha Mockenhaupt ins eigene Tor. Fast wäre die Antwort postwendend gekommen, doch Kevin Broll parierte in der 53. Minute gleich dreimal bärenstark. Und gerade als man nach einer Kopfballchance von Timo Röttger das Gefühl haben konnte, die SG würde Oberwasser bekommen, schlug der beste Sturm der Liga zweimal zu: Zunächst vollendete Nicklas Shipnoski einen Konter zum 1:1 (60.), dann brachte Jules Schwadorf die Gäste nach schöner Vorlage von Manuel Schäffler in Führung (66.). Und die vermeintliche Vorentscheidung folgte dann in der 75. Minute: Einen Aufsetzer wollte Kevin Broll festhalten, ließ den Ball jedoch prallen. Daniel Kyereh schaltete am schnellsten und sorgte für das 1:3.

Hoffnung für SG Sonnenhof Großaspach kam dann nochmal in der Schlussphase auf: Nach einem Konter und einer Notbremse an Rudi Baku sah Wehens Alf Mintzel Rot und es gab Elfmeter. Zlatko Janjic verwandelte cool zum 2:3. In Überzahl und bei nachlassendem Regen drängte die SG auf den Ausgleich, aber die richtig große Torchance brachten sie nicht mehr zustande. Zlatko Janjic war trotz des verwandelten Elfmeters bedient: „Wir dürfen uns nach der Führung nicht so anstellen. Am Ende haben wir uns mehr oder weniger selbst geschlagen.“ SG-Trainer Florian Schnorrenberg bescheinigte seinem Team dennoch „eine tolle Leistung. Der Ballverlust vor dem 1:1 ist natürlich ärgerlich. Alles in allem kann ich meinen Jungs aber keinen Vorwurf machen.“

SG Sonnenhof Großaspach:
Broll – Burger, Gehring, Leist, Choroba (55. Thermann) – Bösel, Hoffmann (72. Janjic), Baku, Hercher – Pelivan (86. Martinovic), Röttger.

Artikel bewerten
1
loading