Geplanter Neubau der Bäckerei Nestel in Großbottwar Abriss am Kreisel hat begonnen

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Für den geplanten Neubau der Bäckerei Nestel wird schon einmal mit dem Abriss der alten Halle Platz gemacht. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern. Foto: Werner Kuhnle

Die Oberstenfelder Bäckerei Nestel möchte gerne ihre Backstube nach Großbottwar verlagern. Dort soll auch eine Drive-in-Bäckerei entstehen. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg.

Großbottwar - Viereinhalb Jahre ist es her, dass sich die Oberstenfelder Bäckerei Nestel ein etwa 6000 Quadratmeter großes Grundstück am Kreisverkehr Richtung Sauserhof gesichert hat. Der Plan: Man möchte die Backstube, die im Traditionsgebäude in Oberstenfeld schon seit Längerem an Grenzen stößt, dort hin verlagern und zugleich einen Drive-in-Service anbieten – vergleichbar mit dem Café N in Beilstein.

Nun hat der Abriss des ehemaligen Gebäudes der Treppenbaufirma Majer begonnen. In trockenen Tüchern sind die Pläne aber deshalb noch lange nicht, sagt Stephanie Tadday, eine von drei Geschäftsführern des Familienbetriebs. „In der Halle sind derzeit nur Wohnwagen untergebracht. Etwas ansiedeln kann man dort nicht, dafür ist die Bausubstanz nicht geeignet. Deshalb wird das nun zunächst abgerissen.“

Man möchte noch ein städtisches Grundstück dazu haben

Was die Umzugspläne betrifft, habe man bislang nicht einmal einen Bauantrag gestellt. Dazu müsse man erst einmal mit der Stadt Großbottwar klären, ob man noch ein kleineres städtisches Grundstück im Bereich des ehemaligen Wendehammers erwerben könne, das dann als Parkfläche genutzt werden solle. Bei der Bauvoranfrage im Mai 2019 hatte die Mehrheit der Gemeinderäte dem zugestimmt, ebenso der Anfrage, ob das Grundstück über die Hoftalstraße erschlossen werden und auch der Teil des Grundstücks, der ans Autohaus Reiche angrenzt, für Parkplätze und Bepflanzung mitgenutzt werden kann.

Trotzdem müsse die Grundstücksfrage aber erst einmal nichtöffentlich beraten werden, sagt Großbottwars Bürgermeister Ralf Zimmermann. „Die Gemeinderäte wollen natürlich erst wissen, was genau geplant ist, bevor sie darüber entscheiden.“ Und Grundstücksangelegenheiten seien nie öffentlich. Erste Beratungen zu dem Thema gebe es wohl noch vor der Sommerpause, nennt der Rathauschef aber einen ersten zeitlichen Anhaltspunkt. Grundsätzlich freue er sich aber über die Pläne des Oberstenfelder Familienbetriebs, erklärt Zimmermann weiter. „Hier geht es ja auch um einige Arbeitsplätze“, betont er.

Der Laden soll in Oberstenfeld bleiben

Die Pläne in der Nachbarkommune würden übrigens nicht bedeuten, dass der Laden aus dem Oberstenfelder Ortskern verschwinden würde – auch wenn die Backstube tatsächlich nach Großbottwar verlagert werden könnte, wie Stephanie Tadday betont: „Dann wird der Laden vergrößert, mit ein paar zusätzlichen Sitzplätzen, und gegebenenfalls backen wir dann auch im Laden, wie das schon an anderen Orten der Fall ist.“