Freiberg/Fußball Sieben Spieler gehen wohl, zwei Neue sind da

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Marco Pischorn (links) hört ganz auf. Foto: Archiv (avanti)

Freiberg - Die Planungen für die neue Oberliga-Saison laufen beim SGV Freiberg auf Hochtouren. Gleich sieben Spieler werden den Verein wohl verlassen, wie der Sportliche Leiter Florian Hägele verrät. Dem gegenüber stehen bislang erst zwei Neuzugänge, diese sind jedoch absolute Wunschtransfers des Fußball-Oberligisten. „Ouadie Barini und Daniel Kaiser habe ich schon lange beobachtet und auf dem Zettel gehabt. Bei Barini besteht der Kontakt auch schon seit vergangener Saison“, erklärt Hägele, der sich freut, beide Akteure nun beim SGV begrüßen zu dürfen.

Der 27-jährige Ouadie Barini wechselt vom Liga-Konkurrenten Neckarsulmer Sportunion an den Wasen und ist variabel in der Offensive einsetzbar. Der Allrounder war bereits in der Saison 2013/14 beim SGV Freiberg unter Vertrag und absolvierte damals unter Ramon Gehrmann insgesamt 28 Spiele für den Verein, ehe er nach Neckarsulm ging. Von dort kommt er nun wieder zurück – ein Stück weit verbessert, wie Florian Hägele findet. „Er hat sich dort enorm weiterentwickelt und ist einer der Leistungsträger gewesen. Zudem gehört er für mich zu den besten Oberliga-Spielern der letzten Saison“, schwärmt der Sportliche Leiter und fügt an: „Er war einer unserer absoluten Wunschspieler.“ Nicht nur ob seiner Variabilität in der Offensive, sondern auch wegen seiner Standardstärke. „Seit Hakan Kutlu verletzt ist, hatten wir keinen richtigen Standardspezialisten mehr, dieses Loch wird Barini hoffentlich füllen“, so Hägele.

Ähnlich verhält es sich beim zweiten Neuzugang Daniel Kaiser, der aus der Regionalliga Nordost von Viktoria Berlin kommt. Der heute 28-Jährige spielte von 2009 bis 2016 bei den Stuttgarter Kickers II, hatte in dieser Zeit aber auch den ein oder anderen Einsatz in der ersten Mannschaft. Aus dieser Zeit kennt Florian Hägele den gelernten Mittelfeldmann noch. Kaiser wechselte dann im Jahr 2016 zum ZFC Meuselwitz, ehe er 2017 zu Viktoria Berlin ging. „Ich habe ihn in dieser Zeit immer wieder gegoogelt und geschaut, wie er sich entwickelt“, verrät Florian Hägele. Die Empfehlung von Freibergs Co-Trainer Marcel Ivanusa, der mit Daniel Kaiser bei den Kickers zusammengespielt hat, gab dann den endgültigen Ausschlag für die Verpflichtung. „Daniel ist eigentlich im zentralen Mittelfeld zuhause, hat im vergangenen Jahr in Berlin aber viel auf der rechten Seite gespielt. Das ist genau die Position, auf der wir eine Vakanz haben, deshalb wird er bei uns auch vorwiegend auf der rechten Seite eingeplant sein. Ob als Rechtsverteidiger oder etwas weiter vorne, wird man dann sehen. Aber in jedem Fall ist es ein Pluspunkt, dass man ihn auch mal ins Mittelfeld ziehen könnte“, meint Hägele. Hinzu kommt, dass Daniel Kaiser ebenso wie Ouadie Barini „gute Standards schlägt“. Weitere Verhandlungen mit Spielern laufen derzeit, denn vor allem auf der linken Verteidigerposition sowie auf den Außenbahnen und eventuell auch noch im Sturm hat der SGV Freiberg Bedarf. „Bis zum Trainingsauftakt am Montag wird sich wohl nicht mehr so viel tun, aber wir arbeiten mit Hochdruck“, sagt Florian Hägele. Kein Wunder, denn gleich sechs Spieler verlassen die Mannschaft sicher, bei einem siebten Akteur – Topstürmer Marcel Sökler – ist es noch nicht zu hundert Prozent sicher. „Aber ich gehe davon aus, dass er geht“, sagt Hägele.

Klar ist, dass Sven Schimmel Spielertrainer einer Kreisliga-Mannschaft wird, Tobias Fausel zu Liga-Konkurrent Neckarsulmer Sportunion geht und Maximilian Rohr zu Drittligist Carl-Zeiss Jena wechselt. Des Weiteren wird Mert Öztürk den Verein verlassen (Ziel unbekannt), während Marco Pischorn seine Fußballschuhe ganz an den Nagel hängt. Thomas Gentner hört ebenfalls auf, wird dem Verein aber erhalten bleiben. „Er möchte sich auf seinen Beruf konzentrieren und wird deshalb erst einmal nichts machen, aber seinen Pass hierlassen. Eventuell steigt er im Winter ja doch wieder mit ein, aber das wird man sehen“, sagt Florian Hägele.

Der SGV Freiberg startet nun am Montagabend in die Vorbereitung auf die neue Saison. Der neue Trainer Mario Estasi wird dabei die verbliebenen Spieler sowie die zwei Neuzugänge begrüßen.

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