Freiberg/Fußball „Können eine gute Rolle spielen“

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Steven Kröner spielt bereits im dritten Jahr beim SGV Freiberg. Foto: Archiv (avanti

Freiberg - Der SGV Freiberg muss an diesem Samstag um 17.30 Uhr in der Fußball-Oberliga beim FC 08 Villingen antreten. Der 30-jährige Kapitän Steven Kröner, der inzwischen im dritten Jahr bei den Freibergern spielt, hält die Liga in diesem Jahr für verrückt und warnt vor dem Tabellendritten, an dem sein Team am Samstag mit einem Sieg vorbeiziehen könnte.

Ihr steht aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz, habt aber gerade einmal vier Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Die Liga ist in diesem Jahr wirklich extrem eng zusammen, oder?

Prinzipiell muss man sagen: Die Liga ist verrückt. Jeder kann wirklich jeden schlagen. Das ist keine Floskel. Man kann gegen jeden gewinnen, aber genauso gut auch verlieren.

Das bedeutet: Es müssen Woche für Woche 100 Prozent gebracht werden.

Mindestens. Ich glaube, dass schon zwei bis drei Prozent entscheidend sind. Sie machen aus, ob man verliert.

Wie würdest Du eure bisherige Saison einordnen? Bist Du zufrieden?

Notenmäßig würde ich ihr eine 2-3 geben. Wir hatten vor der Saison einen relativ großen Umbruch, der auch bitternötig war. Aktuell sind wir aber immer noch in der Findungsphase. Ich glaube, dass noch ordentlich Potenzial in unserer Mannschaft steckt. Wenn wir dieses auf den Platz bekommen, können wir meiner Ansicht nach eine sehr gute Rolle in der Liga spielen.

Zuletzt habt ihr zweimal mit 1:0 gewonnen, ehe es ein 2:2 gegeben hat – ein sehr erkämpftes. Wie breit ist eure Brust vor dem Spiel in Villingen?

Der Spielverlauf gegen Ilshofen gibt Selbstvertrauen, das steht außer Frage. Wenn man 0:2 hinten liegt, eine rote Karte und einen Elfmeter gegen sich bekommt und dann wieder zurückkommt, dann gibt das Auftrieb. Das schafft nicht jeder und zeigt, dass wir inzwischen gefestigt sind und mit breiter Brust bei jedem Gegner antreten können.

Was kannst Du denn über den kommenden Gegner, den FC 08 Villingen, sagen?

Das ist eine abgezockte Truppe, die eine gewisse Qualität mitbringt. Sie stehen zu recht Jahr für Jahr da vorne. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, wie es ja in dieser Saison fast jedes Spiel ist.

Eure personelle Lage war im bisherigen Saisonverlauf ja nicht immer ideal. Wie sieht es am Samstag aus?

Auch nicht perfekt. David Müller und Niklas Pollex fehlen verletzungsbedingt, Volkan Celiktas und Hakan Kutlu sind gesperrt. Unter der Woche waren zudem ein paar Spieler angeschlagen, aber ob sie spielen können oder nicht – da will ich keine Prognose abgeben. Insgesamt muss man wirklich sagen, dass die ganzen Ausfälle, die wir bereits hatten, schon heftig sind. Aber bislang konnten wir es mit unserem breiten Kader immer auffangen.

Du bist jetzt in Deiner dritten Saison beim SGV Freiberg. Wenn Du diese mit den vergangenen zwei Jahren vergleichst – was ist anders?

In den vergangenen zwei Jahren hatten wir eine extrem hohe Qualität im Kader. Da könnte man jetzt im Nachhinein schon sagen: „Mit der Mannschaft hätte man aufsteigen müssen.“ In diesem Jahr hat das Team zwar nicht so viel Qualität, aber es besitzt meines Erachtens mehr Willen und zeigt mehr Einsatz. Vielleicht ist genau das der Unterschied, der es in diesem Jahr ausmacht.

Euer Ziel ist es, ganz oben mit dabei zu sein, oder?

Absolut.

Was erhoffst Du Dir vom Spiel in Villingen am Samstag?

Drei Punkte. Es hört sich immer blöd an, wenn man sagt, dass man auch etwas mitnehmen will, wenn man antritt. Das ist so. Und das jetzt ist zudem noch eine lange Auswärtsfahrt. Da ist es immer schöner, wenn man mit einem Sieg im Gepäck die Heimreise antreten kann.