Freiberg/Fußball Ein Spieltag wie gemalt für den SGV Freiberg

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Maximilian Rohr jubelt nach seinem Treffer zum 1:0. Foto: avanti

Freiberg - Besser hätte der Samstagmittag gar nicht laufen können für die Oberliga-Fußballer des SGV Freiberg. Als Vierter waren sie in den Spieltag gegangen, als Dritter verließen sie ihn nach dem klaren 5:1-Heimerfolg gegen den auf einem Abstiegsplatz stehenden 1. FC Normannia Gmünd. Und der Rückstand auf Platz zwei wurde dabei auch noch auf zwei Zähler verkürzt, da der Zweite Bahlinger SC ebenso wie der jetzige Vierte FSV 08 Bissingen nur unentschieden spielten. Da der SGV Freiberg zudem ein Spiel weniger ausgetragen hat als der Zweitplatzierte aus Bahlingen und das Duell mit Spitzenreiter Stuttgarter Kickers auch noch aussteht, ist im Kampf um den Aufstieg weiter alles drin.

„Jetzt haben wir noch ein brutales Spiel bei der Neckarsulmer Sportunion vor uns, dann können wir Ostern feiern und uns so richtig aufs Saisonfinale freuen – mit dem Pokalhalbfinale gegen den TSV Essingen und der Chance, gegen die Stuttgarter Kickers noch einmal ein Zeichen zu setzen. Ich freue mich auf die weiteren Spiele“, meinte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann zufrieden auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Absolut zufrieden konnte er auch mit dem Beginn des Spiels sowie der zweiten Halbzeit gegen Normannia Gmünd sein. Mehrfach überrannten die Freiberger die Gäste zu Beginn der Partie, vor allem Thomas Gentner war auf der linken Außenbahn stets frei. Am Abschluss haperte es jedoch – selbst bei Top-Torjäger Marcel Sökler, der in der fünften Minute die dickste Chance für die Freiberger hatte. Aus der Drehung heraus kam Sökler aus sieben Metern zum Schuss, Gmünd-Keeper Yannick Ellermann reagierte jedoch bravourös. „Wir sind gut durchgekommen zu Beginn. In der Box haben wir aber zu wenig Personal gehabt. Das war schwer für Marcel Sökler, der dann oft alleine war. Trotzdem muss er das eine machen“, meinte Trainer Ramon Gehrmann später. So brauchte es einen Standard, um in Führung zu gehen. Nach einem Eckball von Thomas Gentner köpfte Maximilian Rohr zum 1:0 (35.) ein.

Anstatt durch die Führung Selbstvertrauen getankt zu haben, agierte der SGV nun jedoch auf einmal etwas zu sorglos. Die Folge: Der Gast kam öfters gefährlich in den Strafraum und bekam dann auch noch nach einem Foul von Maximilian Rohr an Felix Bauer einen Elfmeter zugesprochen, den Andreas Mayer sicher zum 1:1-Ausgleich verwandelte (40.). „Das war eine Phase, in der das Spiel auch hätte kippen können. Beim Elfmeter können wir zudem froh sein, dass der Schiedsrichter Maximilian Rohr nicht auch noch Gelb gezeigt hat, denn er hatte ja schon Gelb“, so Gehrmann im Nachgang. Er fand: „Unser defensives Positionsspiel war in der Zeit schlecht, da wir den Gmünder Umschaltspieler immer haben drehen lassen und nur in einer Linie verteidigt haben. Da war die Zuordnung nicht gut. In der zweiten Halbzeit war das dann besser.“ Und wie!

Freiberg ließ den Gmündern nun kaum noch Luft zum Atmen und sorgte für Einbahnstraßen-Fußball mit Chancen im Minutentakt. Denis Zagaria hatte die Hausherren bereits kurz vor der Pause nach einem Doppelpass mit Leon Braun mit 2:1 (44.) in Führung gebracht, in der 51. Minute legte Sökler mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz das 3:1 nach. Genau fünf Minuten später erhöhte er nach einem Querpass von Patrick Fossi sogar auf 4:1, ehe Fossi selbst – diesmal bedient von Sökler – den 5:1-Endstand in der 69. Minute herstellte. „Ich glaube, wir haben heute schöne Spielzüge von meiner Mannschaft gesehen“, fand Gehrmann strahlend. SGV Freiberg:
Michalik – Gentner, Fausel, Müller, Rohr – Zagaria (64. Kröner), Fossi (70. Ferati), Schimmel – Latifovic (75. Tasdelen), Sökler, Braun (61. Öztürk).

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