Ex-Jugendspieler des VfB Stuttgart Wie der VfB vom Wechsel von Bernd Leno finanziell profitiert

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Bernd Leno steht künftig beim FC Fulham im Tor. Foto: imago/Simon Dael

Bernd Leno wechselt innerhalb der englischen Premier League vom FC Arsenal zum FC Fulham. In der Jugend stand der Keeper im Tor des VfB Stuttgart – was sich für den Club nun noch einmal auszahlt.

Im Tor des FC Arsenal hatte Bernd Leno zuletzt seinen Stammplatz an den Engländer Aaron Ramsdale verloren. Trotz eines Vertrages bis 2023 strebte der deutsche Nationalkeeper einen Wechsel an. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. „Ich bin erleichtert, dass alles erledigt ist. Ich bin einfach glücklich, hier zu sein. Es hat ein bisschen gedauert, aber am Ende haben wir es geschafft, und das ist das Wichtigste“, sagte der 30-Jährige – nachdem sein Wechsel zum FC Fulham perfekt war.

Leno also geht zum Aufsteiger in die Premier League, kickt künftig im traditionsreichen Craven Cottage – eine Nachricht, die nicht nur innerhalb Londons für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Sondern auch beim VfB Stuttgart.

Bei den Weiß-Roten genoss Leno einst seine fußballerische Ausbildung. 2003 bereits kam der gebürtige Bietigheimer zum VfB – und blieb bis 2012. Damals hoffte das Torhütertalent auf einen Zweikampf um die Nummer eins im Stuttgarter Bundesligator mit Sven Ulreich. Den gab es nicht, der VfB benötigte seinerzeit zudem Transfererlöse, und Leno wechselte noch vor seinem ersten Bundesligaspiel zu Bayer Leverkusen.

Von Stuttgart über Leverkusen nach London

Diese Historie sorgt nun dafür, dass der VfB nun schon zum zweiten Mal von einem Wechsel Lenos finanziell profitiert. 2018 ging der Keeper von Leverkusen zum FC Arsenal nach London. Dank einer Weiterverkaufsbeteiligung kassierte der VfB damals rund 2,5 Millionen Euro. Nun ist es die so genannte Solidaritätszahlung, die den Stuttgartern zumindest eine niedrige bis mittlere sechsstellige Summe einbringt.

Bei dieser Zahlung werden jene Clubs mit insgesamt fünf Prozent der Transfersumme beteiligt, bei denen der Spieler zwischen seinem 14. und 21. Lebensjahr gespielt hat. Bei Leno sind das der VfB und Bayer Leverkusen, die sich diese fünf Prozent nun aufteilen.

Wie hoch die Summe ist, lässt sich noch nicht genau sagen, da es über die Ablösesumme bei Lenos Wechsel vom FC Arsenal zum FC Fulham unterschiedliche Berichte gibt. Einmal wird eine fixe Ablöse von rund neun Millionen Euro genannt. Andererseits ein Stufenmodell, wonach die fixe Summer erst einmal eher niedrig ist (rund 3,6 Millionen Euro) und erst durch mehrere an Zielerreichungen geknüpfte Bonuszahlungen noch steigt.