Erdmannhausen Stammbesucher treffen auf Neulinge

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Drei Winzer und vier Genossenschaften haben ihre Weine ausgeschenkt. Foto: avanti

Erdmannhausen - Ganz ungezwungen und ohne Rede hat am späten Samstagnachmittag das diesjährige Erdmannhäuser Weindorf seine Pforten geöffnet. Schnell füllte sich daraufhin der Platz vor dem Rathaus, wo fleißige ehrenamtliche Hände überdachte Tische aufgestellt haben. „Wir rechnen mit rund 400 Besuchern“, so der Erste Vorsitzende des GSV-Fördervereins Matthias Rogel. Das Konzept für das Weindorf wird jedes Jahr ein Stück weiter entwickelt. „Heuer sind das erste Mal die Cleebronn-Güglinger Weingärtner dabei“, erklärt Rogel. Glühlampen und Tischschmuck von Vereinsmitglied Michaela Probst, der „guten Seele für die Deko“, so der zweite Vorstand Patrick Lehmann, sorgen für das stimmungsvolle Ambiente.

Das Weindorf lebt getreu dem Motto: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“ Matthias Rogel kennt mittlerweile viele Stammbesucher des Weindorfes und „es werden jedes Jahr mehr. Auch viele Neubürger, die es nach Erdmannhausen gezogen hat, sind dabei.“ Rogel bestaunt vor allem das fachkundige Publikum: „Die Weinzähne kommen von nah und fern.“ Corina Buhl und Patrick Hegedüs aus Murrhardt sind das erste Mal beim Weindorf: „Wir wollen einfach die Region besser erkunden“.

Auch das Rathaus selbst hat an diesem Samstag seine Pforten geöffnet: Wem es draußen zu kühl wird und vor allem, wer die Speisekarte genießen will, findet im Rathausfoyer, wo das Weingut Schütz mit dem humorigen Slogan „Save water, drink wine“ und der Weinbau Büchele ihre Weine anbieten gemütlich Platz. Im ersten Stock sorgt „Küchenchefin“ Gaby Stiegler für eine Auswahl an Gaumenfreuden: „Die Nachfrage beginnt beim Zwiebelkuchen, später steht der Schweinebraten dann im Mittelpunkt und zum Abschluss finden die Käsewürfel gebührenden Anklang.“ Der Förderverein mit seinen 60 Mitgliedern gibt den Gewinn aus dem Weindorf zu 100 Prozent an die Jugend des GSV weiter. Diese wiederum revanchiert sich mit der Mithilfe beim Auf- und Abbau.

Die „Vierteles-Schlotzer“ kommen voll auf ihre Kosten, das Weindorf soll erst sehr spät am Abend zu Ende gehen. Elli und Rolf, ein jung gebliebenes Rentnerpaar aus Erdmannhausen, kommt jedes Jahr hierher. Beide sind sich einig: „Das Weindorf gehört einfach zu Erdmannhausen, bietet eine tolle Atmosphäre und man trifft immer Freunde.“