Erdmannhausen „Mehr für unsere Natur tun“

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Wolfgang Schiele Foto: Sandra Brock

Erdmannhausen - Der Erdmannhäuser Imker Wolfgang Schiele hat eine Unterschriftenliste gestartet, damit sich die Erdmannhäuser Verwaltung und der Gemeinderat stärker mit dem Verlust der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt auseinandersetzen.

Was wollen Sie mit der Unterschriftenliste erreichen?

Seit ein paar Tagen gibt es in Erdmannhausen eine Initiative besorgter Bürger, die sich zum Ziel gesetzt hat, in der Gemeinde mehr für unsere Natur zu unternehmen. Diese Bürger wollen nicht mehr auf zaudernde Politiker warten, bis diese die Zeichen der Zeit erkannt haben. Berlin und Stuttgart sind weit weg. Unsere Gemeinde ist ganz nah an unserem Herzen.

Um was geht es Ihnen und Ihren Mitstreitern?

Mehr als 200 Bürger haben sich in kurzer Zeit in die Unterschriftslisten eingetragen, um auf diese Weise die Verantwortlichen zu bitten, verstärkte Anstrengungen gegen das Artensterben zu unternehmen. Unser Wunsch ist, dass in unserer Gemeinde mehr Blühflächen entstehen und weniger Pestizide auf öffentlichen Flächen eingesetzt werden. Auf der „Bittliste“ steht auch der Wunsch nach Erhalt, Pflege und Ausweitung der Biotopflächen.

Wie kann man sich eintragen?

Die Unterschriften-Sammlung findet noch an den kommenden beiden Samstagen vor den Geschäften in der Mittelstraße statt. Neben dem Initiator tragen weitere Helfer durch fleißiges Sammeln von Unterschriften im Bekanntenkreis dazu bei, dass die Initiative ein Erfolg wird. Ziel ist es, mindestens zehn Prozent der Erdmannhäuser Bürger für die Aktion zu begeistern.

Wie soll es dann weitergehen?

Nach Abschluss der Aktion sollen die Unterschriftenlisten in einer Gemeinderatssitzung übergeben werden. Geplant sind auch eine öffentliche Präsentation zum Thema: „Artensterben?! Daten, Fakten, Hintergründe“. Darum geht es: Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass unsere Kinder und Enkel noch eine einigermaßen intakte Natur erleben dürfen.

Was kann jeder Einzelne für Bienen und Co tun?

Der Rückgang der Artenvielfalt in der Pflanzen- und Insektenwelt hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr hinnehmbar sind. Aus diesem Grund sollten sich alle für den Erhalt und die Erweiterung der Lebensräume für die Arten einzusetzen. Erreichen lässt sich dies durch Anlegen von weiteren Blühflächen, weniger häufiges und späteres Mähen von öffentlichen Flächen, Verzicht auf Pestizide auf allen Gemeindeflächen sowie Erhalt, Pflege und Erweiterung von Biotopen.