Elektro-Mobilität In Murr teilt man E-Autos

Von
Bürgermeister Torsten Bartzsch freut sich mit den Deer-Mitarbeiterinnen Pia Epple (links) und Ellen Schuler über das neue E-Carsharing-Angebot. Foto: KS-Images.de / Karsten Schmalz

Die Gemeinde hat eine zweite E-Ladesäule – in Verbindung mit einem Carsharing-Angebot für E-Autos. Doch auch andere können dort Strom tanken.

Murr - Schon seit längerem habe man sich im Gemeinderat Gedanken über nachhaltige Mobilität gemacht, sagte Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der offiziellen Einweihung der neuen E-Ladesäule, die mit einem Carsharing-Angebot einhergeht. „Hier ist halt viel Verkehr, da lagen die Überlegungen nahe“, so der Rathauschef. Im letzten Jahr sei dann die in Calw im Schwarzwald ansässige Firma Deer auf die Gemeinde zugegangen. Anders als bei anderen Carsharing-Anbietern sind deren Fahrzeuge rein elektrisch. So steht nun ein weißer Renault Zoe an der Ecke Hindenburg-/Mühlstraße, der dort auch aufgeladen werden kann. Da die Säule zwei Ladepunkte hat, können parallel dazu auch andere E-Auto-Besitzer Strom tanken.

„Das Angebot hat uns überzeugt“, resümiert Torsten Bartzsch – sowohl wegen der Konditionen für die Gemeinde als auch der für die Kunden. Deshalb hat der Gemeinderat im letzten November zugeschlagen. Die Gemeinde hat für knapp 12 000 Euro die Ladesäule gekauft und eine Stromleitung dorthin verlegt, Deer übernimmt Wartung, Service und alle weiteren Aufgaben, die rund um das Angebot anfallen. Dafür zahlt Murr eine monatliche Pauschale von 113 Euro. Auch die bereits vorhandene Ladesäule am Dorfplatz wird nicht von der Gemeinde selbst betrieben, sondern von der Syna.

Günstiger Standort an der Bushaltestelle

Die Resonanz auf die bisherige Ladesäule sei groß, sagt Bartzsch: „Im letzten Jahr fanden dort 404 Ladevorgänge statt, im ersten Halbjahr 2021 waren es bereits 336.“ Aus seiner Sicht sei das ein sehr erfreulicher Wert. Nun hofft er, dass durch das neue Carsharing-Angebot das eine oder andere Auto abgeschafft wird oder zumindest öfter mal in der Garage bleibt. Der Standort an der Bushaltestelle sei bewusst gewählt, damit man von dort aus auch weiterkomme. Weil zwei bestehende Parkplätze weggefallen sind, kam ein neuer vor dem Laden hinzu.

Pia Epple von Deer sagte auf Nachfrage, es seien auch einfache Fahrten möglich. Es gibt keine Registrierungsgebühr, abgerechnet wird nach Stunden. Im Raum Marbach/Bottwartal ist der Anbieter damit erstmals vertreten. „Erfahrungsgemäß folgen andere Gemeinden nach“, so Epple.