Einweihung mit Tag der offenen Tür Erdmannhausen hat eine neue Schulsporthalle

Von Arnd Bäucker
Bürgermeister Marcus Kohler, Schulleiterin Beate Hartmann-Matter und Architekt Jochen Wilfert freuen sich über die neue Halle. Foto: Werner Kuhnle

Das Bauwerk hat 5,2 Millionen Euro gekostet. Beim Tag der offenen Tür haben Schülerinnen und Schüler gezeigt, wie gut die neue Halle ausgestattet ist und wie viel Spaß es macht, sie zu nutzen.

Es war ein besonderer Anlass, und Marcus Kohler brachte sogar sein eigenes Stehpult mit. Erdmannhausens Bürgermeister hatte denn auch allen Grund, sich mit seiner Gemeinde zu freuen: Am Samstagnachmittag wurde die neue Schulsporthalle der Astrid-Lindgren-Schule offiziell eingeweiht.

Er sei ein absoluter Freund von Sporthallen, gestand Kohler. Der Bedarf nehme ständig zu, es gehe nicht nur um mehr Möglichkeiten für den Schulsport. „Unsere Gesellschaft wird älter. Und wir alle betreiben länger hallengebundenen Sport.“ Mit dem Neubau bekomme Erdmannhausen „eine gute und hochwertige Halle“. Nun habe man am Ort zwei Hallen, die für sportliche Wettbewerbe geeignet sind, sagte Kohler und warf einen Blick in die Kreisstadt. Würde man die Hallendichte von Erdmannhausen auf diese umrechnen, müsste Ludwigsburg 38 Hallen haben, rechnete der Schultes vor.

Kosten sind eingehalten worden

Planungen ab 2015, der erste Spatenstich 2019, die erste Nutzung zur Jahreswende 2020/21 – das sind die Eckdaten zur neuen Schulsporthalle in Erdmannhausen. Und mit 5,2 Millionen Euro Gesamtkosten habe sie „einen annehmbaren Preis“, findet Kohler. Die 2018 veranschlagte Summe konnte eingehalten werden.

Voll des Lobes war Beate Hartmann-Matter, die Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule. „Die Halle ist ein Riesengewinn für uns als Schule.“ Eine solche Halle nutzen zu können, sei „ein Traum“, kam sie ins Schwärmen und erinnerte daran: „Wir sind eine bewegte Schule, Bewegung gehört für uns zum Unterricht.“

Gymnastikraum ist auch da

Jochen Wilfert, der verantwortliche Architekt des Büros Knecht, skizzierte den zeitlichen Ablauf des Bauprojekts, durchaus mit „sportlichen“ Abschnitten. Der Bau sei interessant und anspruchsvoll gewesen. Herzstück sei die große Sportfläche mit einer Grundfläche von 21 mal 36 Meter, dazu komme der Gymnastikraum mit zwölf mal zwölf Meter. „Die Halle dürfte kaum Wünsche offenlassen,“ zog der Architekt Bilanz. Zur offiziellen Einweihung überreichte Wilfert einen großen Hefeteig-Schlüssel an Kohler und Hartmann-Matter.

Beim Rundgang präsentierte sich die neue Halle als wohltemperierter Sportler-Traum in Grün. Nicht nur die Böden der Halle und des Gymnastikraums zeigen diese Farbe, auch von der Zuschauerempore aus schweift der Blick leicht ab ins Grüne: ins Bottwartal mit seinen Weinbergen bis hin zum Wunnenstein. „Falls es Zuschauern mal langweilig wird,“ scherzte Architekt Wilfert.

Gute Akustik

Beim anschließenden Tag der Offenen Tür wurde gezeigt, wie gut das Gebäude mit Geräten ausgestattet ist, die den Schülerinnen und Schülern wie auch Vereinssportlern zur Verfügung stehen: Klassiker wie Reck, Ringe und Schwebebalken neben modernen Angeboten wie dem Slackline – Balancieren auf einem Band – oder dem „Action Center“ mit Klettermöglichkeiten. Schulleiterin Hartmann-Matter, die selber Sport unterrichtet, hat bereits sehr positive Erfahrungen in der Halle gemacht. Die Temperatur sei angenehm, die Akustik toll. Ein Vorteil sei auch, dass man gut WLAN bekäme und damit Musik für Übungen einbauen kann. Und, ganz wichtig: „Die Kinder lieben es, hier zu sein.“