Coronavirus weltweit Die Coronakrise in einem einzigen Schaubild

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Weltweit fordert das Coronavirus jeden Tag Tausende Todesopfer. Foto: MIS/Bernd Feil/M.i.S.

Vor allem in Europa und Nordamerika ist das Coronavirus derzeit das alles bestimmende Thema. Wir zeigen den aktuellen Stand der Coronakrise in einem Schaubild, das (fast) alles sagt.

Stuttgart - Die Coronakrise wird derzeit stark in Zahlen und Schaubildern dargestellt. Zu sehen sind die absoluten oder relativen Fallzahlen, die an Covid-19 Verstorbenen oder die Verdopplungsgeschwindigkeit – auch wenn keiner weiß welches Maß damit genau gemeint ist.

Zur Beurteilung, wie schwer die Coronakrise in einem Land aktuell ausfällt, sind neben der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems und der sogenannten Reproduktionsrate zwei Faktoren relevant: Die Zahl der aktuell Infizierten sowie die Ausbreitungsgeschwindigkeit, also etwa die Anzahl der Tage, innerhalb derer sich die Zahl der Infizierten verdoppelt. Für diese beiden Faktoren liegen seit Beginn der Krise Zahlen vor und sie zeigen zumindest die Größe der Aufgabe an, vor der Regierung und Bevölkerung in den jeweiligen Ländern stehen.

Wir haben Zahlen genutzt, die die Johns-Hopkins-Universität aus Ländern mit mindestens 6500 Infizierten zusammengetragen hat. Sie sind die Grundlage für das folgende Diagramm, in dem der Anteil der aktuell Infizierten (das heißt die seit Ausbruch der Pandemie registrierten Infektionen abzüglich Genesener und Verstorbener) und die Verdopplungsgeschwindigkeit gemessen auf die letzten fünf Tage wiedergegeben sind. Damit wird deutlich, welche Länder den (ersten) Höhepunkt der Coronakrise überwunden haben – es sind tendenziell diejenigen über der Trendlinie. Hier ist das Verhältnis von aktuell Erkrankten zur Ausbreitungsgeschwindigkeit relativ günstig.

Es zeigt sich, dass neben Österreich, der Schweiz und Deutschland auch Italien den Scheitelpunkt der Erkrankungen möglicherweise überschritten hat. Allerdings deutet der große Kreis für das Land auf einen anderen schwerwiegenden Umstand hin: hier sind relativ viele Menschen an Covid-19 verstorben. Je kleiner der Kreis, desto niedriger der Anteil der Verstorbenen. Belgien, Frankreich und die Niederlande sind demnach noch nicht „über den Berg“. Und die Länder links unten im Schaubild wie Brasilien, Russland oder die Türkei, haben mutmaßlich noch einen langen Weg vor sich.

Zu den detaillierten Zahlen aus Deutschland geht es hier

Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert. Letzter Stand: Dienstag (7. April), 19 Uhr.