Corona-Test in Erdmannhausen Sicher zur Schule und ins Büro

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Stäbchen in die Nase Foto: Avanti/Ralf Poller

Mit einer Covid-19-Testaktion bieten Gemeinde und DRK in Erdmannhausen am Sonntagnachmittag durch Schnelltests die Chance auf mehr Sicherheit.

Erdmannhausen - Am Sonntag von 14 bis 18 Uhr bieten Gemeinde und DRK in Erdmannhausen Covid-19-Schnelltests für Urlaubsrückkehrer zum Arbeitsbeginn oder zum Schulstart an. Die Idee zur Aktion hat zwar Bürgermeister Marcus Kohler. Doch er betont, dass ohne das ehrenamtliche Engagement der vielen Helfer eine solche Idee überhaupt nicht in die Tat umzusetzen sei. Dabei tritt die Gemeinde als Träger auf. Die Umsetzung erfolgt dann durch das örtliche Rotkreuz-Team, das die Helfer koordiniert und die Tests durchführt.

Daniela Baumgärtner-Bauer vom DRK Erdmannhausen meint dazu: „Eingeladen hat die Gemeinde, mein Mann Robert Bauer und ich haben das koordiniert. Doch ohne unser ehrenamtliches Team könnten wir das nicht stemmen.“ Eine wichtige Hilfe war die Rektorin der Grundschule, Beate Hartmann-Matter, die für die Aktion aktiv mit informiert hat.

Für Kinder gibt es Lolli-Tests

Ziel mit dieser Aktion sei es, bei den nun wieder steigenden Fallzahlen mehr Sicherheit zu schaffen. Ob nun Urlaubsrückkehrer oder Schulbeginner: „Heute kann jeder neben Online-beantragten Terminen im Voraus einfach spontan zum Schnelltest vorbeikommen,“ so Baumgärtner-Bauer weiter. „Für Kinder haben wir die beliebten Lolli-Tests. Bei den Erwachsenen kommt dagegen der übliche Abstrich im Rachenraum zum Zug, „landläufig auch Popel-Test genannt, schildert Annett Wernet und hat viel Erfahrung damit. Im normalen Leben ist sie Arzthelferin und macht beruflich solche Tests. Heute jedoch ist sie ehrenamtlich hier für Gemeinde und DRK.

Sechs Helfer sind mit dabei. Zwei Rotkreuzler erfassen die erforderlichen Daten der Testwilligen, zwei machen Abstriche und zwei wiederum kümmern sich um die Bereitstellung der Testergebnisse. „Viel administrativen Aufwand macht uns die Erfassung, denn zwischenzeitlich müsse man, im Gegensatz zu früher, Adressdaten mit erfassen“, schildert Baumgärtner-Bauer. Die Getesteten können dabei entscheiden, ob sie das Testergebnis ausgedruckt bekommen. Zwischenzeitlich könne es jedoch auch elektronisch in der Corona-Warn-App bereitgestellt werden. Und so gibt es gleich um 14 Uhr eine kleine Schlange von Wartenden. In der Tat scheint die Datenerfassung der geschilderte Zeitfresser zu sein.

Nicht nur Reise-Rückkehrer nutzen den Service

Helfer Tim Wernet erfasst derweil die Testdaten und ordnet die Ergebnisse dem richtigen Testkandidat zu. Dabei kann jeder entscheiden, ob er das Ergebnis lieber ausgedruckt mitnimmt, sobald es verfügbar ist. Oder ob er die heutigen Ergebnisse in seine Corona-Warn-App hinein elektronisch übermittelt bekommt und zukünftig als Nachweis auf dem Smartphone mitführen kann. Marcus Kohler packt tatkräftig mit an und misst am Eingang die Körpertemperatur der Wartenden mit einem elektronischen Fieberthermometer.

Mit die ersten Testkandidaten um 14 Uhr sind Alexandra Widenhorn mit Tochter und Sohn. „Ich selbst bin zwar geimpft. Für den Schulstart von meinen beiden Kinder möchten wir jedoch die zusätzliche Sicherheit, obwohl unser Urlaub schon drei Wochen zurück liegt.“

Viele wollen auf der sicheren Seite sein

Das sieht auch Patricia Hoti so. Sie ist aus dem Urlaub zurück und braucht für den Arbeitsbeginn ein Testergebnis. „Super, ich finde das Angebot toll“, ist Hoti von der Möglichkeit am Heimatort begeistert. Der nächste Wartende in der Schlange ist Tim. Er kommt aufs Gymnasium und möchte einfach für den Start auf der sicheren Seite sein. Und egal für welchen Zweck, jeder erhält durch sein Testergebnis ein Stück mehr Sicherheit und Klarheit für den morgigen Tag.