Bottwartal/Handball Trainerfrage für die HABO SG ist geklärt

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Jürgen Buck Foto: Archiv (Kuhnle)

Bottwartal - Bei der HABO SG, der künftigen Spielgemeinschaft der Handballer von TV Großbottwar und HG Steinheim-Kleinbottwar, sind weitere Weichen für die erste gemeinsame Saison gestellt worden. Die Trainerfrage für die erste Frauen- und die ersten Männermannschaft – derzeit die beiden Landesliga-Teams des TVG – ist geklärt. Während bei den Frauen mit Timo Peter quasi alles beim Alten bleibt, wird Jürgen Buck künftig dieHABO-Männer trainieren. Er betreut derzeit die A-Jugend der HABO JSG in der Bundesliga.

Tobias Mühlpointner, derzeit noch Trainer der Landesliga-Männer des TVG, wird demzufolge seinen Stuhl räumen. „Das Projekt soll leistungsorientiert angegangen werden. Das bedeutet, dass die Mannschaft künftig dreimal pro Woche trainieren wird. Tobias Mühlpointner hat diese Notwendigkeit auch erkannt, er schafft es zeitlich aber nicht. Es gab daher auch keinerlei böses Blut wegen dieser Entscheidung“, sagt Bernd Rempfer, Vorstand der HABO SG. „Ob er uns in anderer Funktion erhalten bleibt, das werden wir noch klären. Es wäre ihm aber auch nicht zu verdenken, wenn er sich anderweitig orientieren würde.“

Jürgen Buck als künftiger Trainer der HABO-Männer ist für viele die logische Konsequenz. Zum einen hat er die Mannschaft bereits in der Rückrunde der Saison 2015/16 mal gecoacht. Zum anderen hat er als Trainer der aktuellen A-Jugend ja genau die Spieler unter seinen Fittichen, die künftig in der Männermannschaft spielen sollen. „Es war aber nicht zwangsläufig so, dass ich der Trainer werden musste“, sagt Buck selbst. „Wir haben zunächst mit Tobias Mühlpointner gesprochen, aber auch mit anderen, externen Kandidaten, die wir uns für diese Position vorstellen konnten. Letztlich mussten wir aber eine Entscheidung treffen, damit auch die Spieler Klarheit haben.“

Die größere Leistungsorientierung soll dabei auch für die künftige zweite Mannschaft in der Bezirksliga gelten. Hier wird Simon Friedl, der momentan die HG-Männer betreut, seine Arbeit weiterführen. Unter dem HABO-Dach möchte man dann eine Verzahnung der beiden Teams erreichen. Das beginnt genau genommen übrigens schon jetzt: Jürgen Bucks Sohn Timm, der in der A-Jugend-Mannschaft derHABO JSG spielt und in der Hinrunde schon mehrfach bei den HG-Männern zum Einsatz kam, ist jetzt umgemeldet und könnte am Sonntag erstmals im Landesliga-Team des TVG eingesetzt werden. Eine Reihe seiner A-Jugend-Kollegen werden weiterhin bei der HG spielen. „Der ein oder andere könnte aber durchaus für die künftige erste Männermannschaft der HABO in Frage kommen“, so Buck, der mit der A-Jugend parallel auch in der nächsten Saison nochmal einen Anlauf auf die Bundesliga nehmen möchte.

Für die Männer – und auch für die Frauen – hatte man bei Gründung der HABO ja das mittelfristige Ziel „plus eins“ ausgegeben, dass also alle Mannschaften eine Liga nach oben gehen. Nun kommt wahrscheinlich zwischen die Württemberg- und die Landesliga ab der Saison 2020/21 die neue Verbandsliga. „Das könnte für uns sogar ein Vorteil sein“, findet Jürgen Buck, „weil der Sprung dann vielleicht nicht so groß ist. Die Dinge müssen organisch wachsen, damit es auch nachhaltig ist.“ Man wolle schließlich nicht auf einen Schlag die halbe Mannschaft austauschen. „Erste Ansprechpartner sind die Spieler, die schon da sind. Und da ist bei den meisten die Tendenz, dass sie das Projekt mit angehen wollen.“

Bei der künftigen ersten Frauenmannschaft der HABO SG war die Trainerfrage schnell geklärt. „Wir hatten gute Gespräche und sind uns nach kurzer Zeit einig gewesen“, sagt Timo Peter, der sicher mit einem großen Teil seiner jetzigen TVG-Mannschaft auch in Zukunft zusammenarbeiten wird. „Die letzten Gespräche stehen diese Woche noch auf dem Plan.“ Janine Zieker, derzeit Spielertrainerin bei der HG Steinheim-Kleinbottwar, wird auch in der künftigen zweiten HABO-Mannschaft die Fäden in der Hand halten. Die teilweise Vermischung beider Teams beginnt aber jetzt schon: „Ein paar Spielerinnen der HG sind schon bei uns im Training gewesen, einmal haben wir sogar mit beiden Mannschaften parallel in einer Halle trainiert. Das wollen wir auch bis Saisonende fortführen“, erklärt Timo Peter. Er stellt aber auch klar: „Die Vorbereitung für die kommende Saison beginnt für alle bei null!“

Auch für ihn ist es das Ziel, nach der wahrscheinlichen Einführung der Verbandsliga „möglichst schnell dorthin zu kommen. Mittelfristig wollen wir auch mit den Frauen die Württembergliga erreichen. Es wird auf jeden Fall eine interessante Aufgabe, vor allem mit dem dann deutlich größeren Kader.“

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