Blick über den Ort und die Weinberge Neuer Biergarten auf der Beilsteiner Burg

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Thomas Mayer ist mega happy über den neuen Platz an der Burgmauer. Foto: Julia Spors

Sobald es die Corona-Regeln zulassen, soll ein neuer Biergarten auf der Beilsteiner Burg geöffnet werden. Der Bauhof hat alles in Eigenregie gemacht.

Beilstein - Nach Feierabend einen Sun-Downer auf der Burg Hohenbeilstein genießen und den Blick dabei über den Ort und die nahe gelegenen Weinberge schweifen lassen – das könnte in diesem Sommer wahr werden, sofern Corona und die geltenden Regeln es möglich machen. Denn in den vergangenen Wochen ist hinter der Burgmauer ein Platz entstanden, der, sobald es geht, als Wein- und Biergarten dienen soll.

Rund 20 bis 30 Gäste sollen hier einmal abends ab 16 Uhr Platz finden, die dann neben Weinen aus der Region, Bier und alkoholfreien Getränken auch schlemmen können. „Es soll beispielsweise Wurst- und Rindfleischsalat oder Schupfnudeln geben. Angedacht ist der Biergarten per Selbstbedienung. Ab 16 Uhr erst, damit wir nicht mit der Falknerei kollidieren, die ja auch im Burginnenhof sind“, erklärt Thomas Mayer, der das Burgrestaurant führt und schon seit dem Jahr 2002 eine Konzession für einen Biergarten auf der Burg hat.

„Manche Dinge brauchen aber eben einfach etwas länger“, sagt er schmunzelnd mit Blick auf die fast 20 Jahre, in denen nichts passiert ist. Immer wieder verschoben habe man das Projekt. „Umso glücklicher bin ich jetzt darüber, dass die Stadt das in Eigenregie gemacht hat. Es wurde höchste Zeit“, meint der Gastronom. In den vergangenen Wochen hat der Bauhof die Fläche geebnet und mit einem neuen Holz-Zaun versehen.

Das Konzept steht – und alle in den Startlöchern

„Es ist nun sogar schöner geworden, als ich mir das vorgestellt habe. Der Biergarten wird eine Bereicherung sein. Zumal man von hier aus so eine tolle Aussicht über die Stadt und die Weinberge hat, dass es schade wäre, wenn man das nicht nutzt“, meint er. Oliver Muth, der stellvertretende Bürgermeister, ergänzt: „Die Lage ist super.“ Nun wäre alles bereit und es könnte losgehen – wäre eben nicht Corona. „Das Konzept steht und wir in den Startlöchern“, sagt Mayer, der wie alle anderen in seiner Branche arg gebeutelt ist. „Wir ziehen uns an jedem Faden hoch“, sagt er. Für das Burgrestaurant hat er deshalb einen Abholservice auf die Beine gestellt, außerdem bietet er seit Anfang März an den Wochenenden Wurst im Weckle sowie Blech-Apfel- oder Rhabarberkuchen für Wanderer, Spaziergänger oder Radler an. „Wir brauchen inzwischen nicht mehr jeden Euro, sondern jeden Cent“, sagt er. „Da muss man sich etwas einfallen lassen, solange wir nicht wieder öffnen können“, sagt Thomas Mayer.

Gastronom hangelt sich an jedem Faden nach oben

Denn die Prognosen verheißen nichts Gutes: „Pro Tag habe ich zum Beispiel aktuell drei Anfragen für Hochzeiten und zeitgleich wieder vier Absagen. Die erste wäre jetzt wirklich erst im September“, berichtet er vom Alltag. Apropos Hochzeiten: Auch hier soll der neu geschaffene Platz einbezogen werden. „Er ist ideal für einen Sektempfang mit tollem Ausblick“, sagt Thomas Mayer, der am liebsten schon morgen starten würde mit allem.