Benningen verliert 2:6 In Hälfte zwei brechen die Dämme

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Marvin Schnalke traf zur Führung – das Glück währte aber nur kurz. Foto: Archiv (avanti)

Der Fußball-Bezirksligist bringt sich beim Spiel in Heimsheim immer wieder selbst in die Bredouille.

Benningen - Einen gebrauchten Tag erlebten die Spieler und Anhänger des Bezirksligisten TSV 1899 Benningen am Sonntag in Heimsheim. Mit 2:6 (1:1) ging die Mannschaft unter – eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage. Benningen schaffte es dabei nicht, über die gesamte Spieldauer die Ausfälle von Leistungsträgern wie Justin Hill oder Philipp Lauer zu kompensieren. Bei Angelo de Capua reichte es nach seiner Zerrung nur zu 25 Minuten Spielzeit – als die Partie mit 1:4 quasi schon entschieden war.

Benningen brachte sich vor allem in der zweiten Hälfte immer wieder selbst in die Bredouille, weil die vielen Rückpasse in die eigene Abwehr schwerwiegende Folgen hatten. Heimsheim ging aggressiv drauf, kam regelmäßig in Strafraumnähe zu Ballgewinnen – und so auch zu den Toren. Die Rückpässe kamen aber nicht von ungefähr: Beim TSV klaffte im offensiven Mittelfeld eine große Lücke, die über 90 Minuten nie geschlossen wurde. Die meist aus drei Spielern besetzte Stürmerreihe war so für die beiden Sechser nicht erreichbar – weshalb es zu den vermeintlich sicheren Rückpässen kam.

Zumindest zu Beginn waren die Gäste vom Neckar mindestens gleich auf. Can Dogan hatte auch die frühe Führung auf dem Fuß, er zielte aber aus zehn Metern zu hoch (3.). Glück hatte Benningen, als erst Ahmet Kocaaga aus fünf Metern an Keeper Giovanni Trovato scheiterte, und Tim Widmaier im Nachfassen vorbei köpfte (7.). Benningen wurde gefährlich, sobald sich ein Konter ergab. So etwa in Minute 16, als Marco Djurdjevic blitzschnell schaltete und Roberto Cappella rechts auf die Reise schickte. Doch nach dessen Hereingabe scheiterte Patrick Flamm aus kürzester Distanz am Torwart. Besser klappte es eine Viertelstunde später: Djurdjevic leitete per Freistoß ein, Roberto Cappella schoss aufs Tor, wo der aufgerückte Marvin Schnalke am langen Pfosten den Fuß hinhielt – die Führung.

Doch mit der Freude war es schnell vorbei. Sechs Minuten später egalisierte Heimsheim, Kocaaga traf nach einem Angriff über die rechte Seite am kurzen Pfosten. Und mit dem Seitenwechsel begann die Dominanz der kampfstarken Hausherren. Eine verunglückte Rückgabe schob erneut Kocaaga zum 2:1 ins lange Eck (47.) – der Beginn des Schlamassels auf Benninger Seite. Kurz darauf holte sich Kocaaga den Ball gegen Björn Rewitzer und schoss aus der Drehung an die Latte. Und nach seinem Schuss ans Außennetz war es dann Baris Erdogan, der wieder nach einem verunglückten Rückpass den Ball über den Keeper zum 3:1 einschoss (64.). Gelesen war die Messe mit dem 4:1 zwei Minuten später. Erdogan traf nach einem an der Eckfahne startenden Solo. Die Einwechslung von Angelo de Capua brachte zwar Schwung und das 2:4, das Djurdjevic mit einem Schuss unter die Latte erzielte (71.). Doch schon im Gegenzug war der alte Abstand wieder hergestellt, als Kocaaga am langen Pfosten traf. Ein letztes Tor ließ Heimsheim in der 88. Minute folgen. Womit eine Partie endete, die bei den Gästen noch lange Minuten nach dem Abpfiff auf dem Rasen für Gesprächsstoff sorgte. TSV 1899 Benningen:
Trovato – Heim, Schnalke, Rewitzer, D. Cappella – Willberg (66. de Capua), Bunderla, Djurdjevic, Dogan (46. Gruber), R. Cappella – Flamm.