Beilstein/Handball Arbeitssieg für die SG

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Nicht geglänzt, aber sicher gewonnen: Luca Schmid Foto: avanti

Beilstein - Auf die Frage, ob sich seine Mannschaft den Vorwurf gefallen lassen müsse, über weite Strecken nicht mehr als nötig getan zu haben, antwortete Tobias Klisch unumwunden mit: „Ja!“ Nach dem 32:27 (18:17) gegen die SG BBM Bietigheim II sprach der Trainer des Handball-Württembergligisten SG Schozach-Bottwartal von einem Arbeitssieg.

„Wir haben viel zu wenig als Mannschaft gespielt, standen zu oft alleine da.“ Insbesondere in der Abwehr fehlte ihm die kollektive Arbeit. Und so fielen speziell in der Anfangsphase die Tore wie Blätter im Herbst. „In den ersten 20 Minuten hat mir unser Umschaltspiel sehr gut gefallen“, sah Klisch dabei durchaus auch Positives. Gegentore wurden oft mit umgehenden eigenen Treffern über die schnelle Mitte beantwortet, auf Ballgewinne in der Abwehr folgten Kontertore. In dieser Phase gingen die Gäste das Tempo auch noch mit – bis sie dann beim Stand von 14:11 für die Hausherren die ersten Zeitstrafe kassierten. Ab da spielten die Bietigheimer ihre Angriffe sehr lange aus, die Schiedsrichter ließen sie oft gewähren und zeigten erst spät Zeitspiel an. „Wir waren gefühlte 45 Minuten in der Abwehr. Das macht solch ein Spiel auch schwierig“, fand Klisch. Allerdings nutzte seine Mannschaft gleich zwei Überzahlphasen zum Ende der ersten Halbzeit nicht, um sich weiter abzusetzen. Stattdessen ließ man die Gäste bis zur Pause auf 18:17 herankommen. Dennoch hatte man das Gefühl, dass sich die Bottwartäler nur mal ein paar Minuten zusammenreißen müssten, um die Begegnung zu entscheiden. „Das stimmt zwar – aber das Gefühl hatte ich beim Remis bei der HSG Schönbuch auch“, mahnte Tobias Klisch, dass solche Spiele auch nach hinten losgehen können.

Doch diesmal bekam sein Team die Kurve. Ab dem 22:21 (39.) drehten die Gastgeber auf und sorgten mit einem6:1-Lauf zum 28:22 für die Vorentscheidung. Sie profitierten dabei auch von dem Umstand, dass sich die Bietigheimer gleich zwei Zeitstrafen einhandelten, weil sie bei Freiwürfen den nötigen Abstand nicht einhielten. Die letzten zehn Minuten beschränkte sich die SG Schozach-Bottwartal dann wieder darauf, die Partie sicher über die Bühne zu bringen. „Wir haben uns heute sicher nicht mit Ruhm bekleckert. Aber wir haben die zwei Punkte“, konzentrierte sich Tobias Klisch auf das, was letztlich im Handball zählt. Positiv konnte man aber daneben auch noch feststellen, dass sich die Tore gut auf die Mannschaft verteilten. Zehn verschiedene Spieler trugen sich in die Liste ein. Und die SG ist nun die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga und nach Minuspunkten Tabellenführer – was nach vier Spielen allerdings noch nicht sehr aussagekräftig ist.

SG Schozach-Bottwartal:
Fink, Hämmerling – Weckerle (5), Linder (2), Heinz, Soteras Merz (5), Baumann, Schmid (2), Gallus (3), Zieker (4), Sattler (4), Schmitz (1), Keller (1), Zluhan (5).