Affalterbach Neubau: Bekenntnis zu Affalterbach

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Der Bürgermeister sieht das Bauvorhaben auch als „ein Stück Standortsicherung“. Foto: Archiv (Mercedes-Benz Cars)

AMG plant Bürogebäude mit Entwicklungswerkstätten, Fahrsimulator und Ausstellungsfläche.

Affalterbach - Die AMG plant den Neubau eines Bürogebäudes mit Entwicklungswerkstätten, Fahrsimulator, Achsmessgrube und Ausstellungsfläche, so die Beschreibung im Baugesuch. Zudem soll der bestehende Schotterparkplatz abgebrochen werden. Der Gemeinderat hat dazu in seiner Sitzung vom Donnerstag die Genehmigung bei einer Enthaltung erteilt.

Dieses so genannte Einvernehmen war nötig, weil das Gebäude mit 17,70 Meter ohne technische Dachaufbauten knapp sechs Meter höher ist, als der derzeit gültige Bebauungsplan „Änderung und Erweiterung Bittenfelder Weg“ vorsieht. Doch die Räte sahen das Baugesuch als ein Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Affalterbach. „Wir sind stolz und froh, dass wir hier so ein Baugesuch vorlegen können“, sagte Bürgermeister Steffen Döttinger. „Das ist auch ein Stück Standortsicherung.“ Und er betonte, das sei ja schließlich auch „ein sehr ansehnliches und repräsentatives Gebäude und nicht 08/15.“ Deshalb stellte er klar: „Die Investition wird von der Verwaltung und mir persönlich sehr stark begrüßt.“

Auch Andreas Neuweiler (CDU) betonte: „Die Planung ist uns ja schon lange bekannt, und das sehr moderne Gebäude zeigt auch den Stellenwert Affalterbachs für die Firma. Da sollten wir mitgehen.“ Sonja Bänsch (FWV) schloss sich dem an und erklärte zudem: „Das Gewerbegebiet ist ja jetzt fast schon ein Industriegebiet und wird sich in dieser Hinsicht auch noch weiterentwickeln.“

Stefan Hinner (SPD) und Hans Steidle (CDU) wiesen noch auf einen anderen Aspekt hin: „Unter dem Aspekt des Flächenverbrauchs ist es naheliegend, in die Höhe zu gehen“, meinten die beiden Räte übereinstimmend.

Ob es nicht Probleme geben könne, weil vor einiger Zeit ein Hotel abgelehnt worden sei, wollte Claudia Koch (ULA) wissen. Dies sei nicht der Fall, entgegneten mehrere Räte. Damals sei es nicht um die Höhe, sondern um die Stellplätze gegangen.

Damit das Ganze in jeder Hinsicht abgesichert ist, hat die Verwaltung vorab mit der Baurechtsbehörde besprochen, dass der Bebauungsplan „Bittenfelder Weg“ mittelfristig geändert wird, so dass größere Gebäudehöhen und gegebenenfalls andere Abweichungen vom derzeitigen Plan ohne Befreiungen möglich sein werden. Mittelfristig heiße in den nächsten Jahren, erklärte Döttinger. „Von den geänderten Maßen profitieren ja dann auch andere Firmen“, meinte Neuweiler.