Affalterbach Dachstuhl brennt

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Foto: Oliver von Schaewen

Ein Brand im Affalterbacher Teilort Wolfsölden hat am Montagnachmittag die Feuerwehr in Atem gehalten. Die obere Etage eines Wohnhauses an der Hauptstraße brannte lichterloh. Der Alarm erreichte die Leitstelle der Feuerwehr in Ludwigsburg um 15.30 Uhr. Danach überschlugen sich die Ereignisse.
Nach ersten Angaben der Polizei hatte ein 74-jähriger Bewohner im unteren Stockwerk das Feuer über ihm entdeckt. Er hielt sich zu diesem Zeitpunkt allein im Haus auf und verließ es. Er war es auch, der die Feuerwehr alarmierte. Die Bewohnerin des oberen Stockwerks war zu diesem Zeitpunkt bei einem auswärtigen Termin.  „Wahrscheinlich war es ein Kurzschluss“, vermutete vor Ort ein  Polizist, der erfahren hatte, dass der Brand wohl von der Küchenzeile der Wohnung seinen Ausgang genommen haben könnte.
Die Feuerwehren arbeiteten mit Hochdruck daran, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. „Als die Wehren eintrafen, stand die Wohnung schon im Vollbrand – sie musste bereits eine Weile gebrannt haben“, sagte Hans-Peter Peifer. Der stellvertretende Kreisbrandmeister verfolgte die Löscharbeiten, welche die Affalterbacher Wehr  koordinierte. Die 37  Einsatzkräfte der Wehren aus Affalterbach, Erdmannhausen, Marbach und Ludwigsburg waren voll gefordert. Mit Drehleitern und Atemschutzgeräten bekämpften sie den Hausbrand von außen und innen.
Konsterniert verfolgte die Bewohnerin der in Brand geratenen Wohnung die Löscharbeiten. „Ich habe keine Ahnung, wie das Feuer entstanden ist“, sagte sie. Gegen 16.40 Uhr hatten die Feuerwehren die Flammen gelöscht. „Man sieht das Feuer nicht, es ist unter den Dachziegeln“, sagte ein sichtlich mitgenommener Feuerwehrmann aus Erdmannhausen, der kurz davor  mit seinem Atemschutzgerät in der Wohnung gewesen war.  Wann der Einsatz der Feuerwehren beendet sein würde, zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ab. „Die Fotovoltaikanlage bereitet uns Probleme“, sagte Hans-Peter Peifer. Die Rettungsdienste waren mit 13  Kräften im Einsatz. Zwei Personen mussten wegen Rauchgasvergiftungen behandelt werden. Verletzt wurde niemand. Mutmaßlich ist  das gesamte Haus bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Der Sachschaden dürfte sich  laut Polizei auf eine sechsstellige Summe belaufen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.