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Mit Flyern für das Zanker-Bad

Brock, Sandra

Marbach Herwart Obereich vom Marbacher Stadtinfoladen-Team fand, dass man das Zanker-Bad bewerben könnte. Deshalb kümmerte er sich darum, dass Flyer ausgelegt werden.
Von Oliver von Schaewen
 

Als Marbacher für die Marbacher etwas tun – das hat sich Herwart Obereich auf die Fahne geschrieben. Oder sagen wir lieber: auf den Flyer. Der 75-Jährige hat eine Broschüre für das Hermann-Zanker-Bad initiiert. Das Faltblatt wird demnächst im Rathaus, im Hallenbad und an publikumsintensiven Stellen wie etwa Arztpraxen ausliegen.

Auf die Idee kam Obereich durch Begegnungen im Stadtinfoladen. Eine neu hinzugezogene Bürgerin habe sich überrascht gezeigt: „Was – ein Hallenbad gibt’s auch in Marbach?“ Diesen Satz hat der passionierte Freizeitschwimmer nicht vergessen. Er dachte über das Image des Hermann-Zanker-Bades nach. Und kam zu einer klaren Erkenntnis: „Das Bad hat einen viel zu schlechten Ruf.“ Der ehemalige Versicherungskaufmann führt das auf eine fehlende Werbung zurück. Broschüren, wie es sie für andere Bäder gibt? Fehlanzeige. Auch im Stadtinfoladen. „Dabei hatte es in den 70er Jahren wohl schon mal Prospekte gegeben“, erinnert sich der gebürtige Westfale aus Iserlohn, der mit seiner Familie seit 35 Jahren in der Schillerstadt wohnt.

Der rüstige Rentner hält das Hallenbad für „noch gar nicht so alt“. Er selbst nutze es zweimal die Woche, um seinem Rücken etwas Gutes zu tun. Eine Wohltat, die Obereich auch anderen gönnt. Nur: „Die Öffnungszeiten stehen nur gelegentlich in der Zeitung.“ Den Flyer dagegen könne man in seine Jackentasche stecken und nach Hause nehmen. „Für die Leute ist es doch toll, zu Fuß in ein Hallenbad gehen zu können“, schwärmt der rüstige Rentner, der einfach mal bei den Stadtwerken in Ludwigsburg anrief und Gehör fand. „Die Stadtwerke sind ja nicht nur für die Bäder in Ludwigsburg und Kornwestheim zuständig“, weiß Herwart Obereich. Die Sachbearbeiterin habe ihn nach zehn Minuten zurückgerufen. Sie musste sich erst noch erkundigen, ob die Stadtwerke noch Geld für eine Broschüre locker machen können, erzählt Obereich. Offenbar gab das Budget des Unternehmens geschätzte 700 bis 1000 Euro für eine Auflage von 1000 Stück her.

Eigentlich sollten die Flyer schon im Herbst verteilt werden. Die ungeklärte Nachfolge des Saunapächters ließ das Projekt jedoch stocken. Herwart Obereich kam mit der Marbacher Stadtverwaltung überein, die geänderten Öffnungszeiten der Sauna in einem Handzettel der Broschüre beizulegen. Es gelten vorerst geänderte Öffnungszeigen (siehe Info-Kasten).





31.01.2012 - aktualisiert: 30.01.2012 21:27 Uhr

 






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