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Bürgermeister ehrt Blutspender

Andrea Opitz

Steinheim. Die Bürger sind von Schultes Thomas Rosner ausgezeichnet worden. Willi Nafzger hat 100 Mal gespendet. Andrea Opitz
 

Die engagierten Mehrfachspender handeln aus Uneigennützigkeit – und darauf ist Bürgermeister Thomas Rosner besonders stolz. „Sie machen das auf unspektakuläre Art und Weise, für Sie ist es eine Selbstverständlichkeit“, sagte Thomas Rosner bei der Ehrung am Montagabend im Rathausfoyer und „Sie sind allen ein Vorbild.“ Er fordere alle anderen dazu auf, sich in den Kreis der Spender zu gesellen und formulierte den Wunsch, eines Tages genau so viele Blutspender wie erfolgreiche Sportler ehren zu dürfen.

„Mit der Spende sagen sie ja zum Leben“, betonte Rosner. Jeder könne in die Situation geraten, auf Blutkonserven angewiesen zu sein. Insgesamt 15 000 Spenden würden pro Jahr vom Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen angefordert. 4500 Spendenaktionen, die größtenteils vom DRK durchgeführt würden, seien dafür notwendig. Das meiste Blut werde nicht wie landläufig vermutet für Unfallopfer (zwölf Prozent) sondern für Krebspatienten (19 Prozent) benötigt, klärte Thomas Rosner auf. Auch bei Operationen von Herz-, Magen- und Darmerkrankungen (16 Prozent) müssten große Mengen von Bluttransfusionen verwendet werden.

Seit dem Jahr 1959 würden die engagierten Mehrfachspender ausgezeichnet, hat Thomas Rosner recherchiert. Insgesamt zwölf Spender, die jeweils drei Mal ihr Blut gegeben haben, seien in den Genuss der ersten Ehrung gekommen. Im Jahr 2010 seien 22 681 Frauen und Männer ausgezeichnet worden. „Eine rasante Entwicklung und eine wahnsinnige Leistung“, merkte er an.

Die meisten der insgesamt 27 zu ehrenden Bürger, die zehn, 25, 50 und 100 Mal zum Aderlass gekommen sind, haben es sich nicht nehmen lassen, die Urkunden und die Ehrennadeln von Bürgermeister Thomas Rosner persönlich entgegen zu nehmen. Die Ehrung sei für ihn gleichzeitig Dank und eine verschärfte Form der Bitte: „Machen Sie weiter so“, forderte er auf. „Wenn wir Spender wie Sie nicht hätten, würde es allen, die Blut brauchen, schlechter gehen.“





25.01.2012 - aktualisiert: 25.01.2012 16:19 Uhr

 






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