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DIE ZWEI NACHBARN DES KERNKRAFTWERKS

Gemmrigheim Monika Chef ist Bürgermeisterin von rund 4000 Gemmrigheimern. Die 52-Jährige befindet sich in ihrem 17. Amtsjahr und ist seit sieben Jahren Mitglied der FDP, für die sie auch im Landtag sitzt. Bundesweit bekannt wurde der Ort im Norden des Landkreises Anfang dieses Jahrtausends durch die Proteste, die sich gegen den Bau des atomaren Zwischenlagers richteten. Diese Lager waren die Folge des Atomausstiegs der rot-grünen Bundesregierung. Er sah auch vor, bis zum Jahr 2021 nach und nach alle 19 Atomkraftwerke abzuschalten. Tatsächlich vom Netz gingen nur die Reaktoren in Stade und in Obrigheim.

Kirchheim Uwe Seibold ist der Chef von rund 5300 Kirchheimern. Der 42-Jährige ist in seinem elften Amtsjahr und parteilos. Die Gemmrigheimer Nachbarkommune kommt immer dann groß raus, wenn vom Bahnhof wieder Demonstranten zum nahen Kraftwerk ziehen. Zuletzt war das am 21. März der Fall. Damals haben 5200 Menschen gegen eine Verlängerung der Laufzeiten demonstriert. Auch jetzt ruft der in Kirchheim ansässige Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar zum Widerstand auf. Gesetze würden schließlich vom Bundestag gemacht, nicht von der Kanzlerin allein. Am 18. September findet in Berlin eine Demo statt. ena





09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 06:09 Uhr

 






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