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Vorläufiges Ende einer Erfolgsgeschichte

Die Beilsteiner Spiele haben den Kindern wieder viel Spaß gemacht.
Avanti

Beilstein Zum 25. und letzten Mal fanden am Wochenende die Beilsteiner Spiele statt. Die Zukunft der beliebten Tennis-Jugendveranstaltung ist noch ungewiss. Von Andreas Hennings
 

Ich trenne mich schweren Herzens von dieser Veranstaltung", so die Schlussworte von Gabriele van Laack-Frowein, der Gesamtleiterin der Beilsteiner Spiele, nach der Siegerehrung am Montagabend. 13 Jahre lang hatte sie die Geschicke als Motor des 25-köpfigen Organisationsteams rund um diesen Tennisevent gelenkt. Nun überreichte sie zum letzten Mal den Pokal an die Siegermannschaft. Denn nach 25 Jahren zieht die Tennisabteilung des TGV Eintracht Beilstein einen Schlussstrich unter diese inoffiziellen Württembergischen Meisterschaften, bei denen die besten Tennistalente im Alter von bis zu elf Jahren aus den acht Bezirken des Württembergischen-Tennisbundes (WTB) aufeinandertreffen. "Schon vor vier Jahren haben wir beschlossen dass nach dem 25. Mal Schluss ist. Alles hat nun mal ein Ende", erklärt van Laack-Frowein.

Die diesjährige Ausgabe der Spiele machte ihr den Abschied allerdings nicht einfach. "Wir haben wieder einmal ein ereignisreiches Wochenende erlebt und hatten richtig Glück mit dem Wetter. Zum Abschluss sind wir alle in der Burgfalknerei auf dem Hohenbeilstein gewesen und haben uns dort eine Flugschau angesehen", erzählt sie freudestrahlend. Und auch der Sport kam über das Wochenende nicht zu kurz. In spannenden Tennisduellen, Koordinationsübungen und auch im Fußball duellierten sich die jeweils achtköpfigen Auswahlmannschaften der WTB-Bezirke.

Am erfolgreichsten war dabei der Bezirk Oberland. Dessen Team stand dank zahlreicher Punkte in den Koordinationsübungen bereits vor den Tennis-Finalspielen als Sieger fest und versetzte den Bezirk Stuttgart/Rems-Murr und Nordschwarzwald/Schönbuch auf die Plätze zwei und drei. Der hiesige Bezirk Neckar-Enz wurde Fünfter, Heilbronn/Hohenlohe mit dem gastgebenden TGV Beilstein schloss das Turnier auf dem letzten Platz ab. "Ein kleiner Wehmutstropfen", schmunzelt die Gesamtleiterin. Ihrer Meinung nach sind schließlich alle teilnehmenden Kinder Gewinner.

"Für viele ist es das erste Mal überhaupt, dass sie außerhalb von zu Hause übernachten. Die Spiele haben also einen Feriencamp-Charakter", beschreibt sie. WTB-Verbandsjugendwart Siegfried Guttenson pflichtet ihr bei: "Gerade diese Tage in Beilstein sind ein wichtiger Meilenstein in der sportlichen Entwicklung eines Talents." Der größte Unterschied zu anderen Jugendturnieren sei unterdessen, dass keine Ranglistenpunkte vergeben werden. "Diese Art von Veranstaltung war einzigartig, ich kenne keinen vergleichbaren Event. Die Beilsteiner Spiele haben einen hohen Stellenwert und genießen bundesweit einen guten Ruf. Uns ging es neben dem Sportlichen vor allem um das Soziale", betont van Laack-Frowein. Gemeinsames Übernachten in Klassenräumen, ein kindgerechtes Unterhaltungsprogramm und eine Nachtwanderung machten aus den insgesamt 64 teilnehmenden Kids einen eingeschworenen Haufen. Die Kinder, die bei den Finalspielen beispielsweise pausieren mussten, vergnügten sich mit im sogenannten Mäxle, einem Rundlauf-Spiel auf dem Tennisplatz. "Alle Wettbewerbe verliefen überraschend fair ab. Man erkennt deutlich die gute Schulung der Trainer", freut sie sich.

Wie die Zukunft der Beilsteiner Spiele ab dem kommenden Jahr genau aussehen wird, steht derweil noch nicht fest. Laut Guttenson wird es ein neues Konzept in Anlehnung an den DTB-Talentcup geben, das mehrere Ausrichter innerhalb des Verbandes vorsieht. Im Jahr 2011 ist dafür der TC Oberstenfeld vorgesehen, in zwei Jahren finden die Spiele wahrscheinlich bereits wieder in Beilstein statt. Dann werden vielleicht auch dort einmal Ranglistenpunkte vergeben.





08.09.2010 - aktualisiert: 08.09.2010 12:03 Uhr

 






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