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Wohnen mit Aussicht

Ditzingen Ein Wohngebiet in exklusiver Lage soll erweitert werden. Das reizt offenbar örtliche Unternehmer. Von Franziska Kleiner
 

Mit der Erweiterung eines Wohngebiets am Maurener Berg nördlich der Panoramastraße wollen die Ditzinger Verwaltung und der Gemeinderat den Wünschen einer "gut situierten Klientel" entgegenkommen. Es gebe Anfragen "von Interessenten, die gerne dort bauen würden", sagt der Rathaussprecher Guido Braun und meint damit auch Unternehmer. Gleichwohl werde das Baugebiet in der Kernstadt "nicht im Zusammenhang mit dem Unternehmensstandort diskutiert": Die Unternehmer hätten die Möglichkeit zum Bau in exklusiver Halbhöhenlage nicht zur Bedingung gemacht, in Ditzingen zu bleiben.

Grüne Wiesen, ein alter Baumbestand, schöne Aussicht und allein stehende Gebäude machen das Gebiet am Maurener Berg aus. Noch ist die Erweiterung allerdings nicht entschieden, auch wenn der Gemeinderat nun in einem ersten Schritt den Weg für eine Erweiterung des bestehenden Wohngebiets frei gemacht hat. Doch um dort bauen zu können, muss nicht nur ein Bebauungsplan aufgestellt, sondern auch der übergeordnete Flächennutzungsplan geändert werden. Vier Stadträte der Grünen Liste stimmten gegen die Erweiterung des Gebiets zum jetzigen Zeitpunkt. Doris Renninger etwa wollte den Flächennutzungsplan nicht vorzeitig verändern, sondern die Flächen erst in die reguläre Fortschreibung des Plans im Jahr 2015 aufnehmen. Der Ditzinger Bürgermeister Ulrich Bahmer sah dies anders: "Wenn Unternehmer in der Stadt wohnen und hier nicht nur ihr Unternehmen haben, freut uns das für den Standort." Im März des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat die Arrondierung am Maurener Berg grundsätzlich beschlossen. Vorgesehen ist eine lockere Bebauung mit großen Gartenflächen, auf den Übergang von der Bebauung in die freie Landschaft soll ein besonderer Augenmerk gelegt werden.

So sehr die Stadt den Wünschen einer bestimmten Klientel entgegenkommt, so wenig dürfte die Wiederaufnahme der Pläne die Anlieger erfreuen. Bisher sind die Panoramastraße, die Kniel-, die Pforzheimer, die Feuerbacher und die Rosenstraße zwar erschlossen, aber laut Bahmer nicht "endausgebaut". Deshalb wurden auch keine Erschließungsbeiträge berechnet. Mit den neuen Nachbarn käme dann die Rechnung.





08.09.2010 - aktualisiert: 08.09.2010 06:11 Uhr

 






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