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Mit einem Satz über die vielen Hindernisse in der Stadt

Marbach Der Marbacher Gassenlauf wartet am Samstag bei seiner zehnten Auflage mit einer Neuerung auf. Neben der normalen Strecke können sich die Starter auch auf eine Runde mit verschiedenen Barrieren machen, Urb-Run genannt. Auf sieben Kilometern heißt es da: Quäle deinen Körper über die Hindernisse der Stadt. Von Julia Spors
 

Normale Läufe sind out - was heute zählt sind die besonderen Herausforderungen. Genau solch eine wartet auf einige Teilnehmer am Samstag beim Marbacher Gassenlauf. Passend zur zehnten Auflage der Veranstaltung haben sich die Organisatoren etwas ganz Neues einfallen lassen: den Marbacher Urb-Run. "Urb", umgangssprachlich "örb" steht dabei für urban, also städtisch. Der Lauf wird deshalb in den traditionellen·Marbacher Gassenlauf "integriert". DieGrundstrecke durch die Gassen der Schillerstadt ist fast identisch - nur·warten einige Überraschungen auf die Athleten. Das Motto lautet dabei: "Quäle deinen Körper über die Hindernisse der Stadt."

Verausgabt haben sich in den vergangenen neun Jahren schon viele Sportler bei der Traditionsveranstaltung. Vor allem die steilen Anstiege auf dem Kopfsteinpflaster im Herzen der Stadt hatten es dabei in sich. Beim Marbach Urb-Run kommen die Hindernisse nun erschwerend hinzu. Strohballen in der Mittleren Holdergasse, ein Mülleimer-Labyrinth oder ein Bus, den es zu durchlaufen gilt, sind nur wenige Beispiele. Insgesamt erwartet die Mutigen, die sich auf die tollkühne Idee des Organisationsteams rund um Achim Seiter einlassen, elf Hindernisse auf dem 3,5 Kilometer langen Rundkurs. Zwei Mal muss dieser durchlaufen werden. So schnell wie möglich. Wie die Sportler die Hindernisse überwinden, ist ihnen selbst überlassen. Wichtig ist nur, dass sie drüber kommen.

Eine gewisse Sportlichkeit für die mit Barrieren gespickten sieben Kilometer wird vorausgesetzt. Angst haben muss aber keiner, denn "man muss kein·Traceur, kein Parkour-Läufer sein. Wer einen Zehn-Kilometer-Lauf übersteht, wird auch am Marbach Urb-Run Freude haben", sagt Achim Seiter, der die Hindernisse im Vorfeld alle selbst ausprobiert hat.

Bekannt geworden ist die Art der Fortbewegung über natürliche Hindernisse in jüngster Vergangenheit übrigens unter dem gerade genannten Namen "Parkour". In Abwandlung des französischen Wortes "Parcours" geht es dabei darum, den schnellsten und effizientesten Weg zwischen zwei festgelegten Punkten zu finden. Anders als bei der Trend-Sportart "Parkour" muss in Marbach niemand Häuserfassaden hoch oder ganze Mauern entlang klettern. "Kein Hindernis ist gefährlich", macht der Organisator klar. Besichtigt werden können die Barrikaden ab 13.30 Uhr am Veranstaltungstag. Dann stehen auch die Autobahnpfeiler in der Unteren Holdergasse oder das Wasserfass auf der Schillerhöhe. "Das wird ein riesen Spaß", glaubt Seiter und hofft auf eine breite Unterstützung - auch in den Gassen von Marbach.

Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag möglich - für alle Läufe. Um 15.15 Uhr startet der AOK-Schüler-Lauf (1,7 Kilometer), ab 15.35 Uhr werden dann die Kleinsten (350 und 700 Meter) bei Keims Brezellauf auf die Strecke geschickt. Um 16 Uhr ertönt schließlich auf der Schillerhöhe der Startschuss für den Gassenlauf. Die Strecke beträgt 10,5 Kilometer. Dabei gilt es, einen Rundkurs von etwa 3,5 Kilometern dreimal zu durchlaufen. Gute Sportler schaffen das unter 40 Minuten, für Laufanfänger besteht die Möglichkeit, nur eine oder zwei Runden absolvieren. Ein paar Minuten später werden schließlich die Athleten des Marbacher Urb-Run auf die hindernisreiche Strecke geschickt.





08.09.2010 - aktualisiert: 08.09.2010 06:10 Uhr

 






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